
Johannes Kreidler, 2009
Das totale Archiv ist auch die totale Naivität, der Horizont ist weggewischt.
Nichts einfacher, als im Ozean der Artefakte zu ersaufen. Siehe auch meinen Artikel über Lifestyle-Minimalismus.
Auch der letzte technologische Schrei ist ein Echo.
Was auch immer für neue Epochen kommen, ein wesentliches Moment der Postmoderne, ob ironisch oder nicht, wird in ihnen bestehen bleiben.
Ein Werk ist heute vor allem die gigantische Lektüreleistung, die ihm vorausgeht.
…weswegen “Literaturhinweise” eigentlich ehrlicherweise immer am Anfang eines Textes stehen sollten.
Man ist heute sensibilisiert genug, im Speichervorgang schon einen Remix zu erkennen. Und da heute also Paneklektizismus ist, ist es müßig, noch von Eklektizismus zu sprechen. Die postmodernen Techniken werden Standard, darum braucht es dafür eigentlich kein Manifest mehr.
Scheinbar doch, Johannes