Goetz über menschliches Zeitempfinden und Arbeitsalltag

Das Leben des Menschen in der Gegenwart dauert drei Tage, mehr Zeit kann er nicht inkorporieren und so verlebendigen. Und weil die Gegenwart des Geistes nur drei Sekunden dauert, ist der Geist vom Leben dauernd so sehr, fast unmenschlich, möchte man sagen, überfordert. Holtrop, bei dem diese Existenzfaktizitäten nur besonders deutlich ausgeprägt waren, war insofern auch in diesem Moment an seinem morgendlichen Schreibtisch nur ein kleines Beispiel allgemeiner Art für Grundbedingungen der Arbeitswelt Büro, egal ob oben oder unten.

Rainald Goetz: „Johann Holtrop“, 2012 (S. 271)

Goetz über menschliches Zeitempfinden und Arbeitsalltag

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