Eggert zur Digitalen Revolution der Musik

Moritz Eggert (*1965)Gestern publizierte der Komponist Moritz Eggert einen Hinweis auf ein offenbar schon 2012 geführtes Gespräch mit dem Journalisten und Sachbuchautor Dirk von Gehlen zur Digitalen Revolution der Musik (gut, von Gehlen geht es wohl eher um die Digitale Revolution des Journalismus‘, aber die Probleme ähneln sich), das, aufgeteilt in die Abschnitte „Verlust der Aura des Urhebers“, „Interaktionsgrad für Fans oder Kunden“, „Der Akt des Vervielfältigens“, „Ideen vermenschlichen“, „Der wilde Raum“, „Das Komponieren transparent machen“ und „Als Künstler keine Angst haben“ hier anzuhören ist (Gesamtdauer ca. 24′).

2 Kommentare zu „Eggert zur Digitalen Revolution der Musik

  1. Das Interview schneidet viele wichtige Themen an und zu fast allen hat man eine Antwort, eine Entgegnung. Daher nur einige Gedanken:

    Die Idee, vieles vom Kunstwerk von anderen machen zu lassen, gab es ja seit jeher in den Ateliers von Michelangelo bis Rodin. Hrdlicka war da allerdings anders, er hat alles selbst behauen und weg-gehauen: Unvergessen eine mehr als mannshohe „Bildhauerskizze“, die er wohl in einem Tag schuf…alles selbst weggehauen und weggesplittert, in einem rasenden Prozeß.

    „Unkopierbare Momente schaffen“ – da wird fürwahr viel verlangt. Im besten Falle wohl Techniken schaffen (wie etwa in der Keramik), von denen keiner weiß: „Wie bloß hat der Künstler das bewerkstelligt?“. Letztlich findet aber jeder, der Mühe investiert, den Schlüssel.

    1-2 Prozent interagieren in einem online dargebotenen Forum zu einem Stoff-fürwahr ist es höchst selten, soviel Zuhörer/Akteure zu haben, daß 1-2 Prozent 30 Leute entsprechen.

    Vervielfältigung: Kunst kopiert mit ganz leichter Korrektur. Das kann ganz lapidar sein und viel mehr Erfolg haben als die ursprüngliche Idee. Damit muß der Schöpfer der Ursprungsidee erst mal klar kommen. Genannt und anerkannt werden muß er da nicht, da der Zuatzbeitrag des Zweitverwerters wohl kaum zu ermessen ist.

    Insofern ist der Gedanke, daß der Erstkünstler immer entschädigt werden soll, fürwahr ein „cleaner“ und nobler Anspruch. Ich würde einen Teufel darum tun, eine originäre Iddee „reinzustellen“, nur um zu schauen, wo sie letztlich hinwandert und „schöpft“.

    „Alle wollen Künstler sein“ – hatte Beuys das so gemeint? Gemeinhin besteht ja in der Gesellschaft immer mehr der Anspruch, kreativ zu sein, den Status eines „Künstlers“ davonzutragen.
    Ein Künstler ist jemand mit wahrhaft originären Ideen, also zumindest jemand, der einer Idee soviel Quantum hinzufügt, daß das Ganze letztlich zu etwas anderen wird – und zu einem vollblutigen Oeuvre, zu einer prachtvollen, fleischigen Variante.

    Ich denke, Urheberrecht sollte sehr stark reglementiert werden. Oder Der Künstler sagt: Ich will davon nicht leben, mir ist egal, wer meine Ideen nutzt und wie er damit rauskommt..ich bin nur Kreator, Schöpfer, Spieler…freudestrunken erschaffend.
    Ich sehe nicht, wie das Sinn macht.
    .

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