Anthony Braxton Quartet @ Jazzbühne Berlin (Friedrichstadtpalast), DDR 1985

Es ist immer wieder faszinierend, wie es Braxton versteht, durch seine erweiterten Spielanweisungen für improvisierende MusikerInnen („Compositions“) die Dinge im Fluss und spannungsreich zu halten, ohne dass man das Gefühl hätte, diese (also die MusikerInnen jetzt) seien dadurch irgendwie eingeengt.

Wenn es nicht so hässlich klingen würde, könnte man von einem Hybrid- bzw., äh, Bastardverfahren zwischen Improvisation und Komposition sprechen („Amalgam“ klänge ja ganz komisch nach Zahnarzt, „Komprovisation“ irgendwie obszön. „Gelenkte Improvisation“ wiederum hört sich an wie ein durchaus entbehrliches musikalisches Gegenstück zu Wladimir Putins „Gelenkter Demokratie“). Bleiben wir also bei der etwas monströsen Formulierung „erweiterte Spielanweisungen für improvisierende MusikerInnen“.

Ein Kommentar zu „Anthony Braxton Quartet @ Jazzbühne Berlin (Friedrichstadtpalast), DDR 1985

Kommentieren:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s