Demand über Ästhetik im Zeitalter der Optionsparalyse

Die radikale Auflösung des Regelbegriffs erodiert zwangsläufig auch den der sinnvollen Handlung: wo keine Option ausgeschlossen ist, hat es keinen Sinn, überhaupt von Optionen zu sprechen. Damit aber werden Gelingen und Mißlingen grundsätzlich ununterscheidbar. In einem radikal Duchampschen, d. h. vollständig autonomen, konsequent dehierarchisierten künstlerischen Pluriversum regiert der schiere Dezisionismus und damit ironischerweise die Heteronomie des positiven Rechts.

Christian Demand: „Die Beschämung der Philister“, 2003 (S. 214)

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