Frank Weghardt

Guido „Mr. Boredom“ Zimmermann sei Dank erfahren wir jetzt endlich Genaueres über den bewegten und nicht ganz untypisch deutschen Lebensweg des konservativen Nachkriegsavantgardisten Frank Weghardt (1902 – 1991) und erhalten auch einen durchaus launigen Einblick in sein Tagebuch:

mr.boredom's

Lebenslauf

Frank Weghardt, ein Porträt des Malers, Komponisten und Poeten.

Übersetzt aus dem Französischen von Robert Weber.
Erschienen in der Monatsschrift »Liberte d‘ Artiste« 1/90

1902 wird Frank Weghardt im Mecklemburgischen Naurach als Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Victor F. Weghardt, der sich durch gewagte Spekulationen im Ausland saniert hatte, von seiner Mutter, Maria C. W. Weghardt, geborene Franzenmayer, im Landhospital zu Naurach geboren.

Es muß eine schwere Geburt gewesen sein, denn man entschloß sich verzweifelt, den zu dieser Zeit kaum erprobten Kaiserschnitt anzuwenden. Die erfolgreiche Durchführung der Operation, durch die in dieser Hinsicht völlig ungeübten Ärzte, soll diesen eine Flasche besten französischen Champagners wert gewesen sein.

In dem Zeitraum zwischen 1914 und 1918 trifft die Weghardt’s ein schwerer Schlag: Der Vater, als überzeugter Monarchist mit Begeisterung freiwillig in den Krieg gezogen, gilt als verschollen und wohl tot.

Die Mutter verkauft das Geschäft und zieht mit ihren Söhnen Frank und Franz…

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