«punish me! [ambient 07]»

Samples: SC-88 Pro, Algorithmen: MusiNum, Entstehungsjahr: 2000 / electronica

«punish me! [ambient 07]»

3 Gedanken zu “«punish me! [ambient 07]»

  1. @Stefan: Warum so karge Information? Schreib doch dazu wie, wo, wann und warum das Werk entstanden ist. Das würde mich interessieren und es mir leichter machen einen Zugang zu finden.

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  2. Gerhard schreibt:

    Zu Bewertungen:
    Ich vergebe selten „Brilliant“, obwohl das natürlich auch schon hier vorkam. Gut heißt hier für mich „vorzüglich“, „ansprechend“, „gediegen“ ect.
    Wenn ich schon klicke, dann mit Verstand.

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  3. @Dennis: Alle Samples entstammen der Library des Hardware-Soundmoduls SC-88 Pro von Roland (ein Gerät der 1990er Jahre). Alle Tonhöhen werden durch einen Algorithmus bestimmt, der mit Hilfe der Software MusiNum generiert wurde, die mit Prinzipien der Elementaren Zahlentheorie arbeitet (siehe Link). Das Stück ist im Musikzimmer Eibelstadt entstanden, genauer gesagt in meinem Laptop, im Jahr 2000. Ich habe das Stück (wie alle Stücke der Reihe „ambient“) komponiert, weil ich wissen wollte, ob sich Emotionen auch ohne herkömmliche kompositorische Expressivität (z. B. das Spielen eines Instruments) musikalisch ausdrücken lassen. Dies war die selbstgestellte Aufgabe. Den Tonhöhe und Rhythmus festlegenden Algorithmus habe ich zwar unter unendlich vielen möglichen Varianten ausgewählt, aber dann als gegeben akzeptiert. Die Samples fand ich auf dem Sound-Modul durch schlichtes Herumstochern: Ich entdecke ein faszinierendes Sample, ordne es einer Spur zu – und das schränkt schon mal die Auswahlmöglichkeiten für das nächste Sample gehörig ein. Es passt ja nicht alles zu allem. Irgendwann – nach x-fachem Anhören und Ändern, Verwerfen, Anreichern – entsteht dann ein Mobile aus in sich beweglichen Samples (die sample-internen Entwicklungen werden durch MIDI-Controller getriggert), welches schließlich in eine bogenförmige Makrostruktur gebracht wird (d. h., das Stück fängt ruhig an, wird dann bewegter und endet wieder ruhig).

    Der Titel fiel mir ein, als ich das fertige Stück hörte und mich die stark verhallten Perkussionsschläge an Peitschenhiebe erinnerten.

    Ich sehe die o. g. Aufgabe dann als erfüllt an, wenn ich dem Stück seine komplette Konstruiertheit und Künstlichkeit nicht mehr anhöre, d. h., wenn sogar ich als Komponist die Musik genießen kann und beim Hören nicht mehr an Algorithmen, Sample Libraries und MIDI Controller denken muss. Dann ist die Komposition selbsttragend und kann publiziert werden.

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