Philip Earis: „Double Helix Major“ (2011)

Ausgehend von der englischen Tradition, Kirchengeläute zu organisieren, hat der (Hobby-?) Komponist (und professionelle Naturwissenschaftler) Philip Earis (im Video ganz rechts) eine Methode entwickelt, die es offenbar auch Laien (?) erlaubt, einstimmige, aber komplexe musikalische Patterns ohne Partitur mit je zwei Handglocken pro Performer aufzuführen. Das klangliche Ergebnis ist von beeindruckender Präzision und es macht ganz einfach Spaß, zuzuhören:

Das Verblüffende an dem Video ist die Differenz zwischen Bild und Ton: Man hat ja den Eindruck, als ob die Performer völlig gleichförmige, ja stupide Bewegungen machen, das zu hörende achttönige resulting pattern wiederholt sich aber niemals wörtlich (außer ganz am Anfang). Gut, man kennt dieses Emergenz-Prinzip vom frühen Steve Reich, aber Earis scheint es mir noch ein gutes Stück weiter entwickelt zu haben.

Danke an Volker, der mich auf die Arbeit von Earis aufmerksam machte („Earis“ ist übrigens ein schöner Name für einen Tonkünstler).

Philip Earis: „Double Helix Major“ (2011)

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