Saltz über Künstlerinnen

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Nach einem knappen halben Jahrhundert Feminismus wirkt eine Künstlerin an sich noch immer revolutionär.

Jerry Saltz: „Das Septemberheft von «Artforum» zeigt zwei Dinge, die in der Kunstwelt schieflaufen

Saltz über Künstlerinnen

2 Gedanken zu “Saltz über Künstlerinnen

  1. Gerhard schreibt:

    Der zitierte Satz ist ja reichlich flapsig und trifft nicht den eigentlichen Sachverhalt. Künstlerinnen sind in großen Ausstellungen immer noch in der Minderheit, aber nicht in ihrer Verbreitung an sich.
    Revolutionär an weiblicher Kunst ist schon lange nichts mehr, schaut man etwa zurück zu den sattsam bekannten Camille Claudel, Frida Kahlo, Modersohn-Becker, Delaunay oder Cindy Sherman.
    Claudel war bekanntermassen herausragend, musste sich damals aber im Markt härter beweisen als ihre männlichen Konkurrenten.
    Frida Kahlo hatte es da schon viel leichter.
    Und Cindy Sherman als aktuelles Beispiel ist doch eine recht prominente Figur im Kunstgeschehen.
    Daß Männer mit ihren „Versuchen“ und „Ideen“ eher eine Chance haben, sich zu positionieren, mag durchaus so sein. Die Kunstwelt ist halt auch in Anteilen eine elitäre, etwas reaktionäre Welt – komisch an sich, denn Kunst sollte zukunftsweisend und frei sein.
    Es gibt zudem selten Ausstellungen, in denen „frische Luft“ zur Geltung kommt, die zugleich substantiell ist. Entweder konventionell oder kunterbunt vogelfrei – dazwischen gibt es selten etwas.

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  2. Gerhard schreibt:

    Mit Substanz meinte ich „künstlerisches Gewicht“, Bedeutung, Aussage. Selbst Spiel kann Aussage sein, wenn es etwa ein wichtiges Thema atypisch beleuchtet. Substantiell kann eine Performance sein, ein endloses Ritual, die vom Wind weggetragene Blattgoldschicht von Yves Klein, die von Tieren langsam zernagte Salzskulptur, was auch immer. Die Message sollte lesbar sein und „Bedeutung“ haben.
    Wenn ich trotz längerem Verweilen und Auf-mich-wirken-lassen eines Kunstobjekts oder Darbietung keine Wirkung spüren kann, sei es Manipulation des Sehens oder Denkens, keine Verstörung, kein Erkennen von Kreativität und Gestaltungsmacht, dann muß ich sagen: Gibt mir nichts.
    Nachträgliche Erklärung einer Darbietung und Erklärung der Kunst in dieser Kunst mögen hilfreich sein, aber sehr oft wird dabei auch eine Maus zum Elefanten gemacht.
    Das nur mal so als nachtr. Reflektion.

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