Dollfuss über musikalische Eigenständigkeit

Eigenständigkeit, die gerne mit Originalität verwechselt wird, entsteht aus Fachwissen. Das lässt sich ganz einfach auf das Gebiet Neue Musik anwenden, und ist meines Erachtens ein Grund dafür, warum sehr viele neue Kompositionen gleich klingen – es wird eben nicht gefördert, Fachwissen zu sammeln, spezifisches Wissen, sondern man strebt eher danach, den allgemein akzeptierten Kanon zu studieren.

Philipp E. Dollfuss: „Keine Scheu vorm Epigonalen (Teil 1)„, Blog-Artikel vom 27. September 2014

Dollfuss über musikalische Eigenständigkeit

2 Gedanken zu “Dollfuss über musikalische Eigenständigkeit

  1. Du zitierst genau den einen Satz, bei dem ich mir beim Schreiben gedacht habe „Moment mal…häh?“ – und ihn dann doch stehen gelassen hab.

    Ich bin mit nämlich nicht sicher, ob Eigenständigkeit und Originalität nicht doch das selbe sind.

    Btw, mein Nachname schreibt sich tatsächlich mit Doppel-s.😉

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  2. @Philipp: „Originalität“ wird – im landläufigen Sinn – immer mit „noch nie dagewesen“ gleichgesetzt, mit „Eigenständigkeit“ assoziiert man eher Eigenwilligkeit und Unabhängigkeit. Ich kann mir durchaus originelle Komponisten vorstellen, denen es aber an Eigenständigkeit mangelt, bzw. eigenständige Komponisten, die nicht sonderlich originell sind. Letzteres schätze ich eher – was ich mit dem Zitat zum Ausdruck bringen wollte.

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