«2003» visualisiert

«2003» is an orchestral composition for Strings, Brass, Celesta, Harp, Percussion and Piano. The piano is tuned one quarter-tone (50 cents) lower than all other instruments. The music was desktop-composed in 2003 using a MIDI Keyboard and a sequencer.

*

«2003» war mein erstes Orchesterstück überhaupt, vorher hatte ich mich ausschließlich in Klavier- und ein wenig Kammermusik versucht. Thomas Bernhard hat mal sinngemäß gesagt „Ins erste Buch schreibt man alles rein“ und so ähnlich war es hier wohl auch. Das Stück ist mir – auch bei späterem Hören – immer als recht unübersichtliches „Sammelalbum“ erschienen (mehr Inhalt als Form sozusagen). Erst mit dieser Visualisierung über 10 Jahre später ist mir aufgefallen, dass es eigentlich dreiteilig genannt werden kann, ja, sogar eine ABA‘-Form hat. Die A-Teile sind – mehr oder weniger – minimalistisch, der B-Teil melodisch organisiert.

Entsprechend der Komplexität des Stücks wollte ich dann natürlich auch die Visualisierung gestalten. Die A-Teile sind dennoch eher schlicht geraten: Der vierfach geteilte Schirm zeigt dasselbe Video (den Bahnhofsvorplatz in Würzburg im Jahr 2008, gefilmt mit einer Kompaktkamera, die auf dem Tisch eines Restaurants stand), ein sog. Threshold-Filter strukturiert das Ganze formal (im A-Teil wird graduell vom Normalfarbraum auf einen reinen Schwarzweiß-Farbraum übergeblendet, im A‘-Teil läuft dieser Prozess umgekehrt ab; Steve Reichs Rede von der „Musik als graduellem Prozess“ wird so recht buchstäblich auf Video übertragen). Der B-Teil schließlich besteht aus der für meine Visualisierungen üblichen Slideshow, nur, dass diesmal zwei Slides zusätzlich dezent animiert sind (im Waldbild bewegt man sich von oben nach unten, im Straßenbild ist es umgekehrt).

*

You can download this vid at The Internet Archive in HD quality (1280*720px) here (1,3 GB).


Stefan Hetzel visualisiert seine Musik: alle Videos

 

«2003» visualisiert

2 Gedanken zu “«2003» visualisiert

  1. gerhard schreibt:

    Danke f die vorweihnachtliche Gabe!
    Mir hat das Werk in seiner reichen Schichtung sehr gut gefallen. Die Visualisierungen sind wie gewohnta eigen. Der Ansicht des Bahnhofsvorplatzes mit seinem spröden Charme steht kontrastierend das Kunstwerk der Pechfahnen auf der Straße gegenueber.

    Gefällt mir

Kommentieren:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s