Je ne suis pas Charlie

GEORGES-WOLINSKI_EDITED
Die terroristische Barbarei von Paris ist durch nichts zu rechtfertigen – aber die sich anschließende sog. Solidaritätskampagne unter dem Rubrum / Logo / Hashtag „Je suis Charlie“ hatte die Inhaltlichkeit einer Icebucket-Challenge, nämlich keine.

Ich habe mir kurz nach den Gesinnungsmorden eine von arte dankbarerweise gesendete Dokumentation aus dem Jahr 2011 über einen der ermordeten Karikaturisten (Wolinski) angesehen – und meine durchaus vorhandene Empörungsbereitschaft kühlte sich unmittelbar merklich ab: Wolinskis Arbeit „schlicht“ zu nennen, wäre fast schon geschmeichelt. „Freizügige“ Zeichnungen dieser Art und Qualität habe ich hierzulande zuletzt im „Stern“ der frühen 1980er Jahre gesehen. Vielleicht gehören sie auch eher in die „Praline“ oder die „St. Pauli-Nachrichten“.

Bemerkenswert an der arte-Doku war, dass Wolinski (der übrigens in der jüdischen Community eines maghrebinischen Landes aufwuchs, den Islam also von Kindesbeinen an kennt) offenbar damals schon innerfamliär unter Beschuss gekommen war. Seine deutlich jüngere Frau, die sich als „feministisch“ bezeichnet, wirft seinen Arbeiten „Sexismus“ und „Phallokratie“ vor. Der Konflikt wird – unter Mediation der Schriftstellerin Benoîte Groult – in der Dokumentation selbst ausgetragen, allerdings ohne Ergebnis. Wolinski zieht sich auf ein trotziges „Ich kann halt nicht anders!“ zurück, seine Frau befürchtet, er werde sich immer stärker von den Zeitläuften isolieren. Zwischen den Zeilen hört man deutlich: „Ich denke, er hat den Anschluss verpasst und wird den Rest des Lebens seinen 68er-Ideen ‚Freier Liebe‘ nachhängen. Diese hatten zu ihrer Zeit zweifellos emanzipatorisches Potential, aber spätestens seit den 1980er Jahren wurden sie von der Geschichte überholt.“

Nun gut. Was soll’s? Ein bekennender 68er-Macho kritzelt bis an sein Lebensende Strichmännchen mit  überdimensionalen Ständern, deren archaischer Faszination letztlich kein Strichweibchen widerstehen kann. Gähn. Interessant wird’s aber da, wo sich Wolinski mit dem Islam, hm, „auseinandersetzt“. In einem seiner Bücher beschreibt er, wie eine Burka tragende Frau eine seiner Ausstellungen besucht und sich über deren pornografischen Inhalt empört. Wolinski kommt mit ihr (im Buch wohlgemerkt) ins Gespräch, Argumente werden ausgetauscht. Nach einigen Verwicklungen wirft die Frau schließlich die Burka ab, schminkt sich, kleidet sich westlich. Ende der Geschichte. (Ob die Protagonistin schließlich einwilligt, mit der Wolinski-Figur „freie Liebe“ zu machen, weiß ich nicht.)

Ich sagte es bereits, diese Art Weltsicht ist sehr schlicht und geht etwa so: „Was für mich als heterosexuellen jüdischen Mann, der in den 1950er Jahren erwachsen wurde, befreiend war, kann doch für eine in den 1980er Jahren geborene muslimische Frau nicht verkehrt sein, oder?“

Kann es doch, wage ich mal in aller Bescheidenheit anzumerken (unabhängig davon, dass Sibel Kekilli in gewisser Weise das Gegenteil bewies).

Nein, mit einem derartigen Gebrauch der Meinungsfreiheit – so sehr ich diese als solche für wichtig halte – mag ich mich nicht solidarisieren.

Je ne suis pas Charlie.

Und George Wolinski und seine Kollegen: Sie mögen in Frieden ruhen.

Ich habe diesen Artikel zeitgleich in meinem Community-Blog beim Freitag veröffentlicht. Die Debatte dazu lässst sich hier verfolgen.

Je ne suis pas Charlie

29 Gedanken zu “Je ne suis pas Charlie

  1. Willkommen im „Club“, Stefan, wenn auch leider im falschen …

    Dein „so sehr ich diese als solche für wichtig halte“ am Schluss ist so was von „ja, aber …“ bzw. „man wird ja wohl noch sagen dürfen …“ – ich bin doch einigermaßen erstaunt, so etwas hier zu lesen.
    Du solltest Dich doch zu keinem Zeitpunkt nur mit den Charlie Hebdo-Machern solidarisieren, sondern mit der Wertegemeinschaft hier (auch wenn vermutet werden darf: hier gibt es nur einen einzigen Wert, und der wird in Euro gemessen) gegen die Wertegemeinschaft dort (Religion vor/über Mensch(-enleben)). Man kann nun lange hin- und herrechnen, was besser ist, oder zwischen Pest und Cholera wählen, aber unterm Strich bleibt übrig: TERROR IST SCHEISSE! MORD IST SCHEISSE!

    Du bewegst Dich auf sehr, sehr dünnem Eis, wenn Du entgegen sonstiger Gewohnheiten hier Deine subjektiven Vorlieben und Abneigungen derart verbreitest – und brichst glatt ein.
    Ich bin kein wirklich großer Fan von Karikaturen, und ich halte auch nichts von reflexhafter Solidarität. Wenn ich mich aber in so einer Situation wiederfinde, dann hat doch der von Dir gerne mal angeführte Wittgenstein den einzigen brauchbaren Satz dazu geliefert: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Das heißt nicht, dass Du Deinen Unmut über die Karikaturen oder die Solidaritätskampagne nicht äußern kannst oder darfst – aber die Kombination von beidem in diesem Text hier ist fatal, weil sie von einem ausschließlichen Geschmacksurteil getragen wird. Du vermengst zwei Themen zu einem Brei, der Dich nicht näher an die Wahrheit, sondern zu Pegida führt.

    Dein Unbehagen über die 68er teile ich: Die meisten Pflanzen blühen prächtig, liefern schmackhafte Früchte – und verwelken doch irgendwann und landen auf dem Kompost. Der mag streng riechen, aber er wird zum Humus, auf dem neue Pflanzen gedeihen und blühen. Sich aber neben den Kompost oder den Misthaufen zu stellen und festzustellen, dass es stinkt, ist nicht wirklich originell, sondern – ab einem gewissen Bildungsgrad – sogar eher dumm …

    Jochen

    Gefällt mir

  2. @Jochen: Danke für deinen differenzierten Kommentar, dessen Spitze aber ins Leere läuft: Weder habe ich Sympathie für Pegida, noch liegt mir daran, Wolinskis Werk postum zu dissen. Mein Artikel wendet sich hauptsächlich gegen dieses gedankenlose und letztlich hetzerische „Je suis Charlie“.

    Wenn ich einen „Je suis Charlie“-Button trage, solidarisiere ich mich sehr wohl exakt mit den Machern von Charlie Hebdo und deren sehr spezifischer Auffassung von Meinungsfreiheit.

    Was mich ärgert, ist, dass sich viele Menschen mit gerade dieser Zeitung solidiarisieren. Wenn die BILD-Redaktion eines Tages von Islamisten physisch attackiert werden sollte, würde ich mir keinen „Ich bin BILD“-Button ans Revers heften, sondern für das Recht auf Meinungsfreiheit eintreten, obwohl mir die in der BILD vertretene Meinung nicht passt. Exakt das habe ich in meinem obigen Artikel getan.

    Gefällt mir

  3. Volker schreibt:

    @Stefan: und genau so habe ich Deinen Beitrag auch verstanden – spätestens nachdem ich beim „Freitag“ reingeschaut habe, wo als erstes die Frage aufgeworfen wird: Womit solidarisiert man sich eigentlich genau, wenn man „Je suis Charlie“ sagt?

    Gefällt mir

  4. Was mich ärgert: Dass Dir – als Musiker/Komponist – hier wirklich jedes Gefühl für Timing abgeht. Wenn die BILD-Redaktion eines Tages von Islamisten physisch attackiert werden sollte, würde auch ich mir keinen “Ich bin BILD”-Button ans Revers heften, sondern für das Recht auf Meinungsfreiheit eintreten, obwohl mir die in der BILD vertretene Meinung nicht passt.
    ABER: Ich würde zu just dem Zeitpunkt nicht anfangen, mich nach einer arte-Doku über Kai Diekmann oder Franz-Josef Wagner auszulassen und deren wie auch immer geartete Fähigkeiten auf welchem Gebiet auch immer … exakt das hast Du in Deinem obigen Artikel getan, und Du hast natürlich Wolinskis Werk (und den Autor selbst) postum gedisst. Oder habe ich da etwas überlesen zwischen „schlicht“ und „sehr schlicht“?

    Der erste Kommentar auf freitag.de sieht das ja genauso: „Das Nachtreten ist eine deutsche Spezialität.“

    Manchmal ist Schweigen eben einfach Gold – was ich über Charlie Hebdo oder Wolinski denke, behalte ich ZU DIESEM ZEITPUNKT für mich, denn das kann sonst ja nur daneben gehen. Und wenn Du Dein Missfallen hinsichtlich „Gratismut“ äußern willst, dann gibt es genug Alternativen, z. B. die „Icebucket-Challenge“ …
    Vermutlich teilen viele Deine Meinung zu Charlie Hebdo und dem ganzen Soli-Getue – aber laut hinausposaunen tut das JETZT GERADE niemand. Die es doch tun, werden aus gutem Grund der „Man wird ja wohl noch sagen dürfen …“-Fraktion zugeschlagen. Mit der musst Du nicht zwingend sympathisieren, es reicht, dass Du Dich so äußerst wie sie.

    Gefällt mir

  5. robertweber schreibt:

    Jochen Kleinhenz, Du quatscht hier nur konformen Unsinn daher. Gerade die Macher von Charlie treten doch dafür ein, jederzeit alles sagen zu können, dürfen und auch müssen, und zwar GERADE JETZT, genau ZU DIESEM ZEITPUNKT. Großschreiben im Internet bedeutet übrigens Schreien, und wer schreit, hat grundsätzlich unrecht.

    Gefällt 1 Person

  6. Volker schreibt:

    @Jochen:
    ad 1 – Der erste Kommentar auf freitag.de disqualifiziert sich, finde ich, selbst.
    ad 2 – Zugegeben, über das timing mag man sich streiten können, andererseits ist das Thema aber eben jetzt aktuell.
    ad 3 – Meinungsfreiheit ist auch Meinungsäußerungsfreiheit. Äußerung ist das Gegenteil von Schweigen. Die Frage „Womit solidarisiert man sich eigentlich genau, wenn…?“ hat mich jedenfalls zum Nachdenken gebracht – beantworten soll sie jeder für sich.

    Gefällt mir

  7. Sandra schreibt:

    Jochen. Ich weiß nun wirklich nicht, was „Timing“ mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu tun hat. Ich kann, darf, ja muss alles sagen dürfen. Zu jeder Zeit! Auch die Macher von Charlie Hebdo haben das so gesehen und tun es noch immer. Woher kommt nur die Befürchtung des „gemeinen“ Deutschen, es würde ihn am nötigen Takt mangeln? Wo er nötig wäre, wird kräftig ausgeteilt. Wo Einer sich kritisch mit einem Zeichner, der zu meinem großen Bedauern, auf grausame Weise getötet wurde, auseinandersetzt, muss sofort die Schublade mit dem Pegida Stempel aufgerissen werden. Selbst Charlie Hebdo verzichtete auf Takt, als sie in Ihrer ersten Ausgabe Mohammed abdruckten. Steht doch im Koran, man soll sich kein Bildnis von Mohammed zeichnen. Es sind auch Muslime in Paris getötet worden. Muslime die keine Terroristen sind, sondern Anderen das Leben gerettet haben. Die einfach nur ihren Glauben leben, wie Andere auch. Manche überlegen sich ihren Bart abzurasieren aus Angst vor Schikanen. Und trotzdem halten Sie still, wenn mit ihrem Glauben auf respektlose Art umgegangen wird. Wo ist da der Takt? Ich bin kein Moslem, ich bin auch kein Christ (mehr). Ich bin ein Mensch der selber denkt und das Recht nehme ich mir raus.

    Gefällt mir

  8. Das „ich bin“ in der Solidaritätskundtuung finde ich auch seltsam. Muss man sich denn mit etwas identifizieren, das man verteidigt?

    Kein Comic der Welt rechtfertigt Gewalt… und ein Anschlag wie dieser hat natürlich auch die Auswirkung, dass sich der einzelne vielleicht überlegt, ob er eine Mohammed-Karikatur veröffentlicht.

    Wie man gegen Antisemitismus vorgeht, ist natürlich eine schwierige Frage. Ich weiß nicht mehr, wer das neulich schrieb, aber ich fand diese Betrachtungsweise recht passend: Europa hat nach dem zweiten Weltkrieg memetische Antikörper ausgebildet, gegen Judenhass – das heißt, die nächsten faschistischen Systeme werden sich dieses Mems nicht bedienen (können), wenn sie erfolgreich sein wollen. Stattdessen müssen andere Sündenböcke her.

    Letztlich kann man nur etwas vage (notgedrungen) Gesetze erlassen, die gegen jegliche Hassrede ausgerichtet sind. Dass Satire da immer an den Grenzen kratzt, ist auch klar… ich weiß aber keine Lösung für dieses Problem. Nicht auf gesetzlicher Ebene zumindest, noch auf gesellschaftlicher – nur als Individuum kann man darauf achten, dass man eben nicht ins Gruppendenken verfällt, dass man keine Feindbilder aufbaut, die keine Basis in der Realität haben; dass man generell das Menschliche soweit wertschätzt, dass man niemanden den Tod wünscht, und nach Lösungen sucht, die für alle Beteiligten das Beste sind…

    Okay, ich schwafele.😉 Predigt zum Donnerstag, drei Uhr nachts. Aber es ist halt schon ein abstraktes Problem, was mich weiterhin beschäftigt… wenn es uns Menschen nicht gelingt, einen wirksamen Mechanismus zu entwickeln, der gegen jegliche Art von simplifizierter Feindbilderentwicklung schützt, sehe ich fürs nächste Jahrhundert leider schwarz. Also, ihr Denker, denket!😀

    Gefällt mir

  9. Wenn es (Stefan) darum geht, „sich hauptsächlich gegen dieses gedankenlose und letztlich hetzerische „Je suis Charlie““ zu wenden, dann sind mir als Leser dieses Blogs ein allgemein einleitender Satz und ein Schlusssatz dazu, dazwischen aber ein recht ausführliches postumes Dissen eines einzelnen Karikaturisten aufgrund eines Aspekts (von mehreren) seiner Arbeit oder seiner Person einfach zu wenig.
    Eine vom Tenor her gleichgestrickte Kritik ließe sich problemlos an Tomi Ungerer oder Robert Crumb durchexerzieren, wenn man diese auf die sexuell konnotierten Aspekte ihrer Arbeiten reduziert – was grober Unfug wäre, denn Ungerer etwa hat neben „heterosexuellen“, „phallokratischen“ Fantasien (z. B. Fornicon) auch wunderbare Kinderbücher (z. B. Flix) produziert.

    Die Rechnung „Georges Wolinski = Charlie Hebdo = antireligiöse Karikatur = Meinungsfreiheit = Je suis Charlie“ geht nicht auf – nicht für die Befürworter der Kampagne, nicht für die Gegner. Die eigene Unsicherheit angesichts der Komplexität des Themas, der undurchsichtigen Gemengelage bringen Volker und knopfspiel genau auf den Punkt, auf den ich hinaus wollte: Es „hat mich zum Nachdenken gebracht“ bzw. „Also, ihr Denker, denket!“ Die Gedanken sind frei, die Äußerung der Meinung ist frei – ich darf hier von Stefan aber mehr als nur das laute Kopfschütteln über einen alten „heterosexuellen“ „Phallokraten“ erwarten, er bleibt auf der argumentativen Linie hinter seinen eigenen Möglichkeiten zurück. Ich hätte gerne auch ein paar Gedanken zu Meinungsfreiheit oder weltweiter Solidaritätsbekundung gelesen – das kritische Nachdenken von uns allen hier über die „Je suis Charlie“-Kampagne ist doch nicht wirklich an die Person Georges Wolinski gekoppelt.

    Zur Not könnten all die Fragen, wenn man sie nicht im Stillen nur im eigenen Kopf hin- und herwenden will, wieder als Frage, als Unsicherheit formuliert und zur Diskussion gestellt werden. Aber doch bitte nicht in eine – nicht ganz unpathetische – Überzeugung gegossen, die „mit einem derartigen Gebrauch der Meinungsfreiheit“ nichts anzufangen weiss. Denn diese Schlussfolgerung wäre dann, genau wie Werk und Gemüt von Wolinski laut der Darstellung im Text oben, eher „schlicht“.

    Gefällt mir

  10. @Sandra: Auch dir ein herzliches Willkommen auf der „Weltsicht“🙂 Mit deiner Erwähnung des Mohammed-Titels von Charlie Hebdo *nach* dem Anschlag legst du genau den Finger in die Wunde. Angenommen, ein französisches Gericht würde nun (natürlich nach einer entspr. Klage von muslimischer Seite) exakt diesen Titel als blasphemisch verbieten – wäre dann etwa die Meinungsfreiheit in Frankreich ausgehebelt? – Ich denke *nein*, denn Meinungsfreiheit bedeutet (Volker, bitte korrigiere mich) ja nicht die Lizenz, jedermann in jeder nur erdenklichen Art und Weise beleidigen zu dürfen. Exakt dazu verkommt sie aber, wenn sie, und jetzt wende ich mich wieder an Jochen, auf derart merkwürdige Weise wie bei Charlie Hebdo verstanden wird.

    Gefällt mir

  11. robertweber schreibt:

    @Stefan: „wäre dann etwa die Meinungsfreiheit ausgehebelt?“ Ich denke schon, denn so eine (erfolgreiche) Klage hätte zur Folge, dass sich jeder wegen alles angepisst sein fühlen darf und damit auch noch Recht bekommt. Das wäre so ziemlich der Anfang vom Ende bzw. ein weiterer Schritt in Richtung totalitärer Staat. Wir stecken ja schon mitten drin in dieser Entwicklung.
    http://www.theeuropean.de/meike-buettner/9353-gesetz-gegen-meinungsfreiheit-in-spanien
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/snowden-dokumente-wie-die-nsa-digitale-kriege-vorbereitet-a-1013521.html
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/die-anstalt-im-zdf-zeit-journalisten-einstweilige-verfuegung-a-983517.html (Die Klage wurde – Gott sei dank – abgewiesen)
    Usw. Könnte jetzt zig Artikel rauskramen.

    Gefällt mir

  12. @knopfspiel: „Das ‚ich bin‘ in der Solidaritätskundtuung finde ich auch seltsam. Muss man sich denn mit etwas identifizieren, das man verteidigt?“

    Das inflationäre „Ich bin“ bzw. „Wir sind“ zeigt vor allem eines: Das starke Bedürfnis vieler Menschen nach Identifikation.

    Das Fiese ist ja, je „emanzipierter“ eine Gesellschaft, desto mehr Möglichkeiten der Identifikation gibt es zwar – aber die Gruppengröße der jeweils „Identischen“ schrumpft natürlich stetig. Irgendwann haben wir dann eine Vielzahl hoch-ausdifferenzierter Grüppchen, die sich gegenseitig ausschließende Positionen vertreten. Eigentlich müsste es nun zum Bürgerkrieg kommen.

    Hier handelt es sich um ein grundlegendes Problem des Konzepts einer postmodernen pluralistischen Gesellschaft, das in linksliberalen Kreisen viel zu wenig diskutiert wird: Verschiedenheit taugt nicht als soziales Band und Pluraliät kann kein Orientierungskriterium sein.

    Aber eine mehr oder minder gewaltsam herbeigeführte neue „Vereinheitlichung“ der Gesellschaft, wie das Pegida oder der Islamische Staat wollen, kann ja wohl auch keine Option sein.

    Letztlich werden die Dinge wohl oder übel ausgehandelt werden müssen – und zwar ergebnisoffen. Ich denke, exakt davor haben derzeit alle die meiste Angst (Muslime, Agnostiker, Christen, Atheisten), denn jede Gruppe glaubt, mehr zu verlieren als zu gewinnen zu haben. Aber stimmt das denn?

    Gefällt mir

  13. @Stefan: Wo die Meinungsfreiheit (derzeit) als „Lizenz, jedermann in jeder nur erdenklichen Art und Weise beleidigen zu dürfen“ missverstanden wird, gibt es fast überall (zumindest in Deutschland oder Europa) eigentlich genug Definitionen und Regeln – und die entsprechenden (rechtsstaatlichen) Werkzeuge, gegen Beleidigungen vorzugehen. Das ist auch richtig und wichtig und genau so elementar wie die Meinungsfreiheit selbst – ja, man schützt sie dadurch ja erst, dass man den tatsächlichen groben Dreck von ihr ausklammert.

    Daneben gibt es ein „individuelles“ Empfinden, was noch Meinungsfreiheit und was schon Beleidigung o.ä. ist – wenn es das ist, was Dein Text (und Sandras Kommentar) ursprünglich zum Ausdruck bringen sollte (und ich vermute das), dann ist das Andocken an den Diskurs über die generelle Meinungsfreiheit auf dieser „individuellen“ Basis sehr, sehr schwierig.

    Natürlich fällt Deine individuelle Meinung für mich als „Bürger“ ebenfalls unter die zu verteidigende generelle Meinungsfreiheit – aber als „Freund“ muss ich Dich darauf hinweisen, dass Dir die Verquickung „individuell/generell“ hier nicht gut gelungen ist. In diese Falle liefst Du doch in keinem anderen Deiner Artikel bisher, warum gerade jetzt, bei so einem brisanten Thema?

    Und das meine ich übrigens mit „Timing“: Nicht der Zeitpunkt jetzt, nach dem Attentat bzw. zur „Je suis Charlie“-Kampagne, sondern der, an dem Du Deine Gedanken zum Thema mehr sortiert hättest, wäre der richtige gewesen. Ein generelles Thema mit einer individuellen Ansicht zu einem speziellen, noch dazu kürzlich ermordeten Individuum so anzugehen, ist schon sehr „mutig“ …

    Gefällt mir

  14. @Robert: Angenommen, ein deutsches Gericht würde „Deutschland schafft sich ab“ von Sarrazin als volksverhetzend verbieten – würdest du dir dann aus „anti-totalitären“ Gründen einen „Ich bin Sarrazin“-Button ans Revers heften?

    Gefällt mir

  15. robertweber schreibt:

    Natürlich nicht, ebensowenig wie bei Charlie, das sind wir einer Meinung. Aber Sarrazins Buch bewegt sich im Rahmen der bestehenden Gesetze. Ob man das jetzt mag oder nicht – Volksverhetzung ist da wohl etwas zu hoch gegriffen.

    Und Jochen: Beleidigende Meinungsäußerungen und Kunst- bzw. Satirefreiheit, das sind zwei paar Schuhe. Da gibt es auch genügend Gerichtsurteile zu.

    Gefällt mir

  16. robertweber schreibt:

    Ach so, und nur weil ich Sarrazin nicht mag, heißt das noch lange nicht, dass man seine Bücher verbieten sollte. Oder wie soll ich das verstehen? Demokratie und freie Meinungsäußerung ja, aber nur für die, die meiner Meinung sind?

    Gefällt mir

  17. @Jochen: Als diese „Je suis Charlie“-Buttons auftauchten, wurde ich neugierig, wofür dieses „Charlie“ eigentlich steht – und sah mir die erwähnte Fernsehdoku über Wolinski aus dem Jahr 2011 an (siehe oben). Wolinski vertritt dort eine meiner Meinung nach recht krude Form von 68er-Machotum im Sinne von „Alles was Frauen wollen, ist, durchgefickt zu werden, wer was anderes sagt, ist ein Heuchler.“

    Ich kann das nicht beweisen, aber irgendetwas sagt mir, dass sehr viele, die heute „Ich bin Charlie“ rufen, diese Inhalte vollkommen unbekannt sind. Sie wissen nicht, womit sie sich solidarisieren. Es ist ihnen evtl. vielleicht sogar vollkommen egal. Sie wollen halt nur irgendwas „gegen den Terror“ sagen (was verständlich ist) – denn sie haben schlicht Angst.

    Ich wollte mit meinem Artikel darauf aufmerksam machen, wofür dieses ominöse „Charlie“ (unter anderem) steht. Der Text liefert (überprüfbare) Fakten (=den Hinweis auf die arte-Doku) – und meine Meinung dazu (=“Wolinskis Weltsicht war antiquiert“).

    Dass du eine solche Äußerung für pietätlos hältst, habe ich verstanden und zur Kenntnis genommen. Das von dir favorisierte Schweigen war für mich aber keine Alternative. Hätte ich vor 4 Wochen über Wolinski geschrieben, niemand hätte es interessiert.

    Gefällt mir

  18. „Hätte ich vor 4 Wochen über Wolinski geschrieben, niemand hätte es interessiert.“ Doch, mich, sonst hätte ich Deinen Blog nicht im Abo😉

    Ich nehme zur Kenntnis, aber verstehe nicht, dass Du keine Grenze(n) ziehen willst zwischen dem generellen Anliegen „Meinungsfreiheit“ (oder meinetwegen „Kein Terror“ oder was auch immer) und dem Individuum Georges Wolinski.

    Wenn Du heute auf einer Demo mitläufst, und Du siehst in den eigenen Reihen den sexistischen Nachbarn – verlässt Du dann wegen einem Vollpfosten die Demo? Ist die Sache, für die auch er demonstriert, dadurch per se verdächtig? Wenn Nazis für den Atomausstieg sind, muss ich dann Atomkraftbefürworter werden bzw. mich aus allen Diskussionen zur Energiepolitik zurückziehen?

    „Charlie“ steht für alles mögliche, aber sicher nicht für Wolinskis Ansichten.

    Gefällt mir

  19. Okay, da muss ich doch in einigen Punkten widersprechen.

    Angenommen, ein französisches Gericht würde nun (natürlich nach einer entspr. Klage von muslimischer Seite) exakt diesen Titel als blasphemisch verbieten – wäre dann etwa die Meinungsfreiheit in Frankreich ausgehebelt? – Ich denke *nein*, denn Meinungsfreiheit bedeutet (Volker, bitte korrigiere mich) ja nicht die Lizenz, jedermann in jeder nur erdenklichen Art und Weise beleidigen zu dürfen.

    Ein Blasphemiegesetz schützt imaginäre Personen vor Beleidigungen.

    Und was als Beleidigung gilt, hängt vom imaginierten Temperament des betreffenden Spukgespensts ab. Daher steht jedes Blasphemiegesetz meines Erachtens im Widerspruch zur freien Meinungsäußerung. Denn es kann immer jemand kommen und sagen „Der Verzehr von Spinat ist eine Abscheulichkeit vor den Augen unseres Herrn! Das Aussprechen des Wortes Spinat ist Blasphemie!“ (Wer das für überzogen hält, kennt imho das Ausmaß nicht, in dem solche Gesetze bereits in der Geschichte existiert haben. Im alten Testament stand z.B. auf Berühren der Bundeslade sofortiger Tod per Blitzschlag – und mangels Blitzen wird man sich in anderen Fällen eben mit anderen Mitteln „begnügt“ haben.)

    Das heißt nicht, dass ich es sanktioniere, wenn Volksgruppen (also reale Menschen!) gezielt angegriffen werden. Aber Blasphemie ist das ja nicht.

    Das Fiese ist ja, je “emanzipierter” eine Gesellschaft, desto mehr Möglichkeiten der Identifikation gibt es zwar – aber die Gruppengröße der jeweils “Identischen” schrumpft natürlich stetig. Irgendwann haben wir dann eine Vielzahl hoch-ausdifferenzierter Grüppchen, die sich gegenseitig ausschließende Positionen vertreten. Eigentlich müsste es nun zum Bürgerkrieg kommen.

    Ich glaube, der Fehler liegt darin, anzunehmen, dass kleine Gruppen notgedrungen zur Gewalt neigen. Das ist überhaupt nicht der Fall. Es sind nur manche Gruppen, die Probleme machen, und die muss man eben explizit direkt ansehen.
    Dass Pluralismus eine Utopie wäre, halte ich für Unsinn (die Sorte Unsinn, die von AfD derzeit leider verbreitet werden) – Pluralismus heißt ja nicht, dass sich alle andere Gesetze machen – die gelten schon für alle. Wer andere Meinungen nicht tolerieren kann, sondern zu Gewalt greift, hat in dem System aber nix verloren.

    Letztlich werden die Dinge wohl oder übel ausgehandelt werden müssen – und zwar ergebnisoffen. Ich denke, exakt davor haben derzeit alle die meiste Angst (Muslime, Agnostiker, Christen, Atheisten), denn jede Gruppe glaubt, mehr zu verlieren als zu gewinnen zu haben. Aber stimmt das denn?

    Ich glaube, um einen politischen Säkularismus kommt man nicht herum. Sowas wie Blasphemiegesetze darf es in einem nichttotalitären Staat eigentlich nicht geben.

    Zunehmende Vernetzung sorgt meiner Ansicht nach schon dafür, dass einige verschrobene Sekten in Schwierigkeiten geraten. Mormonen, die plötlich Internetzugang haben, und die Geschichte ihrer eigenen Religion zum ersten Mal aus Außensicht lesen.

    Ich wollte mit meinem Artikel darauf aufmerksam machen, wofür dieses ominöse “Charlie” (unter anderem) steht.

    Gut so. Ich möchte nur anmerken, dass dadurch, dass niemand an einen sexistischen Zeichner denkt, wenn er einen „Je-suis-Charlie“-Button wo anbringt, es im Grunde ja auch so ist, dass diese Aussage gar nicht dafür steht. Was du also kritisierst, ist im Grunde eine Desinformation, und nicht eine Massenbewegung für einen sexistischen Zeichner. Verstehst du was ich meine? Es handelt sich aus meiner Sicht da um ein aktuell relativ irrelevantes Problem.

    Kennen tut man ja nur die Mohammed-Karikaturen. Und die finde ich nicht besonders beleidigend gegenüber Muslimen; eben nur gegenüber Gott, und der hat sich gefälligst mit der altbewährten Methode des Blitzschlags zu behelfen, wenn ihm was nicht passt. Sonst hört man ja auch nix von ihm. ;-P

    “Charlie” steht für alles mögliche, aber sicher nicht für Wolinskis Ansichten.

    Jap, seh ich auch so. Die Bedeutung eines Wortes ergibt sich aus der Verwendung.

    Soo, mal sehen, ob die Blockquotes funktionieren..

    Gefällt mir

  20. @Jochen: Ich bleibe dabei: Ich nehme mir die (evtl. pietätlose) Freiheit, trotz des barbarischen Mordes an dem jüdischen Zeichner Georges Wolinsiki durch islamistische Spackos dessen Arbeit gerade jetzt ziemlich altbacken und simpel zu finden, auch wenn ich – deiner Meinung nach – dadurch einen „Fehler begehe“, „auf dünnem Eis einbreche“ bzw. „in eine Falle laufe“ (ich merke grade, dass ich jetzt etwas dünnhäutig zu werden beginne).

    Wolinski und seine Kollegen sind nämlich *exakt wegen dieser ihrer Arbeit* umgebracht worden – aus keinem anderen Grund! Sie sind Opfer ihrer Interpretation von Meinungsfreiheit geworden – was ich missbillige, aber das ist nun mal Fakt.

    Ich hielte es demnach für Defätismus (und eine Art paradoxen Sieg der islamistischen Spackos), über die Inhalte ihrer Arbeit gerade jetzt zu schweigen – deswegen mein Artikel, deswegen diese (im Übrigen sehr gute, vielen Dank an alle Beteiligten!) Diskussion.

    Gefällt mir

  21. @knopfspiel: „Daher steht jedes Blasphemiegesetz meines Erachtens im Widerspruch zur freien Meinungsäußerung.“

    Sorry, das ist einigermaßen weltfremd (sage ich als Agnostiker) – vermutlich kämst du damit nur in Nordkorea durch (weil die sich immer noch als „atheistisch-kommunistischen Staat“ verstehen) – aber da darfst du halt nicht den „geliebten Führer“ beleidigen, der selbstverständlich noch *über* Gott steht😉

    „Dass Pluralismus eine Utopie wäre, halte ich für Unsinn…“

    Ich denke, dass gesellschaftliche Pluralisierung dann an ihre Grenzen stößt, wenn das in den Säugetiercode des Menschen eingebrannte Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit irgendwann nicht mehr ausreichend befriedigt wird. Und dann kommt eben es zu so irrationalen Übersprungshandlungen wie „Je suis Charlie“: Das Bedürfnis, sich mit *etwas* zu identifizieren, wird plötzlich übermächtig, man möchte gar nicht so genau wissen, was Charlie ist, man möchte nur die Angst vor dem Chaos bannen.

    Dagegen kann *ich* als blöder kleiner Blogger natürlich nicht an, aber ich möchte diesen öden Mechanismus benennen können dürfen, auch auf die Gefahr hin, mal wieder als Klugscheißer und Oberlehrer abgestempelt zu werden (nicht von dir allerdings, knopfspiel).

    „Kennen tut man ja nur die Mohammed-Karikaturen. Und die finde ich nicht besonders beleidigend gegenüber Muslimen; …“

    Du wirst dich mit der unbequemen Tatsache auseinandersetzen müssen, dass ziemlich irrelevant ist, ob *du* diese Zeichnungen harmlos findest, solange mitten in Europa Leute rumlaufen, die deswegen 12 Menschen abknallen.

    Gefällt mir

  22. ……………Wolinski und seine Kollegen sind nämlich *exakt wegen dieser ihrer Arbeit* umgebracht worden – aus keinem anderen Grund! Sie sind Opfer ihrer Interpretation von Meinungsfreiheit geworden………………..

    Naja, sie sind aber nicht für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet – äh, ermordet – worden, sondern für einen bestimmten Ausschnitt davon. Das finde ich doch wichtig, anzumerken.

    …………………..@knopfspiel: “Daher steht jedes Blasphemiegesetz meines Erachtens im Widerspruch zur freien Meinungsäußerung.”

    Sorry, das ist einigermaßen weltfremd (sage ich als Agnostiker) – vermutlich kämst du damit nur in Nordkorea durch (weil die sich immer noch als “atheistisch-kommunistischen Staat” verstehen) – aber da darfst du halt nicht den “geliebten Führer” beleidigen, der selbstverständlich noch *über* Gott steht ;-)……………………….

    Weltfremd? Die USA haben kein Blasphemiegesetz. Es ist sogar von deren Verfassung her unmöglich, eines zu erlassen. Die USA sind beileibe kein atheistischer Staat, sehr wohl aber (von den Staatsgründern her) ein sekulärer Staat.

    Ich halte es nur für eine Frage der Zeit, bis hierzulande diese Gesetze kippen. (Sofern sonst nix schlimmes passiert ala 3.Weltkrieg) Die Kirche hat ja schon einiges an Macht verloren. Letztendlich kommen die Blasphemiegesetze ja von den hiesigen konservativen Gläubigen.

    ……………….Ich denke, dass gesellschaftliche Pluralisierung dann an ihre Grenzen stößt, wenn das in den Säugetiercode des Menschen eingebrannte Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit irgendwann nicht mehr ausreichend befriedigt wird. ……………………….

    Ja, aber bloß weil ich mich zu einer Gruppe bekenne (und das mach ich doch gerne!) heißt das nicht, dass ich gegen andere Gruppen sein muss. Zumindest nicht in einer Weise, die diese benachteiligt.

    Ich kann ja z.B. Fußball blöd finden, aber deswegen werde ich niemanden deswegen angreifen, nur weil er Fußball mag.

    Also, ich versteh ja schon deinen Pessimismus, aber ich glaube, die Probleme, die wir haben, rühren nicht von einer gesellschaftlichen Pluralisierung her – sondern gerade von dort, wo diese nicht stattfindet. Oder wo die bestehenden Gruppen nicht richtig funktionieren. Ich weiß nicht genau, wie und warum Radikalisierung stattfindet, aber ich würde mich davor hüten, die Ursachen in unserer Gesellschaft auszumachen. (Denn dann müssten wir ja *mehr* davon haben als andere Länder der Erde, nicht weniger. Ich bezweifle, dass wir in Punkto Terrorgruppen mit sagen wir Pakistan konkurrieren können…)

    …………………….Du wirst dich mit der unbequemen Tatsache auseinandersetzen müssen, dass ziemlich irrelevant ist, ob *du* diese Zeichnungen harmlos findest, solange mitten in Europa Leute rumlaufen, die deswegen 12 Menschen abknallen……………………

    Es geht nicht darum, was ich darüber denke, sondern ob Blasphemie vorliegt oder Hassrede gegen Menschen. Und ich denke, sehr viele Muslime finden an den Zeichnungen auch nichts schlimmes. Die Ursachen für Gewalt liegen ja auch nicht in den Zeichnungen, sondern in den verkorksten Weltbildern der Täter.

    Wenn sie nicht Comiczeichner ermorden, dann halt Geschäftsleute. Ich vermute, für sie spielt es kaum noch eine Rolle… Hauptsache für die eigene Sache kämpfen. Die Comiczeichner standen halt nur aus der Menge heraus.

    Gefällt mir

  23. @Robert: Na ja, „gute Musik“ ist das Eine, „dieser Scheiß“ (Politik) das Andere … aber du hast recht, ich denke, die Argumente sind im Wesentlichen ausgetauscht worden.

    Danke an alle für die intensive und – vor allem – im Großen und Ganzen respektvolle Debatte🙂

    [Selbstverständlich kann noch weiterdebattiert werden, ist ja noch genug Platz ;-)]

    Gefällt mir

Kommentieren:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s