Diederichsen über Kunst und Ökonomie

… KünstlerInnen [gefällt] immer öfter das Selbstbild eines Managers, dessen Angestellte die materielle Produktion übernommen haben … Dabei werden … , beispielhaft … an den … Young British Artists zu beobachten, … jene … Vorteile aufgegeben, die über einen selbstreflexiv erweiterten Autonomiediskurs … die Begründung kritischer Positionen erlaubten. Von der Kompetenz für ästhetische Werte aus … war es noch möglich, Kritik an der materiellen Welt zu formulieren. Wer dagegen die Marktgesetze als deren einzige Realität anerkennt, kann nicht einmal mehr die … meist produktive Anmaßung aufbringen, sich in besonderer Weise zuständig zu erklären für politische und andere außerästhetische Belange.

Diedrich Diederichsen: „Kunst und Ökonomie“, in: „Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst“, 2014 (S. 197)

Diederichsen über Kunst und Ökonomie

Ein Gedanke zu “Diederichsen über Kunst und Ökonomie

  1. @Anonymus: Jetzt frage ich mich natürlich, warum die klugen Sätze von Herrn Diederichsen hier gleich zweimal als „schwach“ bewertet wurden? Ist es sein komplexer Satzbau (den ich, gleichwohl, wie die vielen Auslassungspunkte zeigen, bereits massiv vereinfacht habe), auf den, wie ich seit Jahren weiß, viele Menschen, die eigentlich seiner Meinung sein müssten, aggressiv ablehnend reagieren? Ist es sein Nominalstil („Behördendeutsch“), der euch anödet? Oder seid ihr inhaltlich anderer Meinung? Bitte um Auskunft, danke🙂

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