Ravel, konzeptualisiert

The one & only Kreidler hat mal wieder zugeschlagen und zumindest einige gestandene Orchestermusiker ordentlich auf die Palme gebracht, indem er ihnen vorschlug, Ravels „Bolero“ doch mal ohne die Melodie zu performen:

 

Eine der besten Arbeiten Kreidlers bisher – und eine, der man „anästhetischen Nihilimus“ zumindest nicht mehr so richtig zum Vorwurf machen kann (wobei dies vermutlich für Kreidler sowieso niemals ein möglicher Vorwurf sein konnte – oder doch, Johannes?).

Ravel, konzeptualisiert

8 Gedanken zu “Ravel, konzeptualisiert

  1. Gerhard schreibt:

    Darf ich das Wort „anästhetisch“ hier als „tump“ übersetzen? Oder als „(Nihilismus) ohne Gefühl?“
    Es ist leider nicht dargestellt worden, was im Einzelnen das Orchester gestört hat. Es hilft niemanden, die Reaktionen als „konservativ“ zu stempeln, sondern man tut gut daran, im Einzelnen zu hinterfragen, was das Störende für die Musiker war.

    Jeder (bildende) Künstler hat m.E. das Recht, zu hinterfragen, was aus seinem (klassischen) Werk wird? Natürlich kann ich z.B. von einem Gemälde etwas extrahieren und das als Essenz des Kunstwerks präsentieren, etwa die anteilmässige Verwendung von Farben und deren geografische Herkunft oder den Pinselduktus oder was auch immer. Das wäre in sich interessant, aber etwas völlig Eigenes.

    Zum Abschluß: Ich selbst fand das „entkleidete“ Stück interessant.

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  2. @Johannes: Schon witzig: Gerhard kommt aus der Bildenden Kunst, ist (soweit mir bekannt) *kein* Neue Musik-Experte und versteht trotzdem *sofort*, was du mit deinem „Minusbolero“ sagen wolltest. Die Stuttgarter Neue Musik-Experten hingegen konnten „keine Komposition erkennen“.

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  3. Gerhard schreibt:

    Vielleicht muß ich nochmal bei Wikipedia nachlesen, was eine Komposition eigentlich ist. Verstand ja das Wort bisher aus dem Bauch raus, was vielleicht ein (grundsätzlicher) Fehler ist, wenn man sich unterhält.
    @Kreidler: Die 180 Gedichte haben mir gefallen, das liegt so schön nahe an dem, was ich sonst so höre🙂

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