Pigliucci’s Corner (4 of 15): Philosophy of Science I (2010)

Puh, Prof. Pigliucci spricht diesmal leider besonders schnell😦 Na ja, mensch kann sich’s ja mehrfach ansehen:

Der Poppers Falsifikationsprinzip falsifizierende, evtl. nicht so bekannte Philosoph ist übrigens Pierre Duhem. Dieser starb zwar bereits 1916, während Popper erst 1902 geboren wurde, doch wurde Duhems Argumentation erst in den 1950er Jahren durch einen dritten Philosophen, Willard van Orman Quine nämlich, einem breiteren Publikum bekannt. Pigliucci weiß das natürlich, kürzt aber seines 5-Minuten-Konzepts wegen hier ab.

(Ich erwähne das, damit niemand auf die Idee kommt, hier solle uns weisgemacht werden, ein Philosoph habe die These eines anderen kritisiert, bevor diese überhaupt in der Welt war. Schließlich hätte Prof. Pigliucci damit seinen schönen Clip ja unfreiwillig selbst falsifiziert😉 )

Pigliucci’s Corner (4 of 15): Philosophy of Science I (2010)

2 Gedanken zu “Pigliucci’s Corner (4 of 15): Philosophy of Science I (2010)

  1. knopfspiel schreibt:

    Auch die Aussage „die meisten Schwäne sind weiß“ ist gut falsifizierbar: Indem man nämlich generell die Anzahl der Schwäne zählt, und herausfindet, ob es mehr weiße gibt als schwarze.

    Dieses „Dann ändern wir die Hypothese/Theorie einfach ab“ Denkweise ist eher typisch für Esoterik, finde ich. In der Wissenschaft zwar auch vertreten, aber nicht so sehr in seiner extremen unfalsifizierbaren Form.

    (Prinzipiell ist das Abändern natürlich richtig. Schließlich will man ja den Wissensstand verbessern, und dazu gehört, Veränderungen vorzunehmen, wenn etwas in der Theorie nicht passt.)

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  2. @knopfspiel: Ich blick da auch nicht so ganz durch. Klar bleibt nur, dass Thesen unwissenschaftlich sind, wenn sie sich nicht falsifizieren lassen, weil sie dann auf Behauptungen beruhen, die sich weder beweisen noch widerlegen lassen (z. B. „Gott existiert.“).

    Verschwörungstheorien (z. B. Antisemitismus oder die Behauptung,die Amerikaner seien niemals auf dem Mond gelandet) sind deshalb unwissenschaftlich, weil deren Verfechter nur Argumente anerkennen, die ihre Theorie stützen. Werden sie argumentativ in die Enge getrieben, identifizieren sie regelmäßig – irgendwann – den Argumentierenden als „Agenten der dunklen Seite der Macht“ bzw. als Verblendeten, dem es einfach an Einsicht mangele.

    In diesem Sinn haben Verschwörungstheorien „para-religiösen“ Charakter, sie sind dogmatische Denkgebäude ohne religiösen Inhalt.

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