Interview 2013 (2 von 7): Vorbilder

Interview 2013 (2 von 7): Vorbilder

2 Gedanken zu “Interview 2013 (2 von 7): Vorbilder

  1. JJäger schreibt:

    Es gibt übrigens einen deutschen Minimalisten mit eigenem Ensemble, der ist wirklich erwähnenswert, Ulli Götte. Kann ich sehr empfehlen.
    http://www.minimal-music.com/sub/de/ensemble/in-process/index.php

    Macht sowas:

    [audio src="http://www.minimal-music.com/media/musik/Sinfonia1.mp3" /]
    [audio src="http://www.minimal-music.com/media/musik/Sinfonia3.mp3" /]

    Aber auch bissigeres:

    [audio src="http://www.minimal-music.com/media/musik/hal.mp3" /]

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  2. @JJäger: Ok, hab reingehört, guter Mann, aber für meinen Geschmack – du deutest es selber an – ein wenig zu lieblich. Immerhin, ein „echter“ deutscher Minimal music-Komponist!

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  3. JJäger schreibt:

    Deutsche Minimalisten mit richtig Biss zu finden ist noch schwerer.

    Tom Sora vielleicht:

    Etwas mehr Nancarrowish, aber die Techniken können noch grob als minimalistisch durchgehen. Würde sich selbst auch nicht als Minimalist bezeichnen. Eins meiner Lieblingsstücke, war eine meiner ersten „Neue Musik“ Erfahrungen:

    Etwas, dass dich interessieren könnte, ist seine Improvisationscollage mit Destillat, in der er eine Improvisation zusammenschneidet. Finde ich leider nicht online.

    Sonst noch, hmmmm
    Hanne Darboven ist ziemlich minimalistisch, Opus 60 hab ich ja schon mal gepostet. Für den Mainstream wahrscheinlich ein bisschen zu schrill.

    Walter Zimmermann ist auch vom Minimalismus inspiriert worden, und dann emigriert so weit ich weiß. Für den Normalhörer schlicht unverdaulich.

    Ich bin auch von der Minimal Music zur „Neuen Musik“ proper gekommen, seitdem hab ichs auch gerne etwas härter.

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  4. @JJäger: Ok, noch ein Treffer🙂 „Destillation“ gibt’s durchaus online, und zwar hier. Sora arbeitet hier ebenfalls mit Klavier-Improvisationen, die er mit Hilfe von MIDI aufzeichnet und anschließend mehr oder minder algorithmisch weiterverarbeitet – das ist schon mal eine wichtige Parallele zu meinem Zeug. Kommt mir aber – auf den ersten Eindruck – ein wenig trocken und einförmig vor, das Ganze.

    Hanne Darbovens musikalisches Œuvre hatte ich bisher als recht spröde im Hinterkopf, das stimmt aber nicht. Ich habe hier eben eine schöne Aufnahme ihrer „Symphony for 120 players“ (komponiert 1990) entdeckt: Tatsächlich authentisch empfundene und konzipierte Minimal music einer deutschen Komponistin (die „eigentlich“ Bildende Kunst gemacht hat – typisch!) ohne alle Zicken und Macken, bescheiden, statisch, selbstgenügsam – aber (im Gegensatz zu Götte) ohne jegliche biedermeierliche Anmutung. Super Entdeckung, danke für die Inspiration!

    Walter Zimmermann (übrigens mit dem hier öfter schon mal gefeatureten Klarenz Barlow befreundet) ist nach meinem Kenntnisstand irgendwann mal in die „innere Emigration“ gegangen, und zwar zurück in seine mittelfränkische Heimat. Mittlerweile scheint er aber in Berlin zu leben, zumindest ist eine Berliner Adresse auf seiner Homepage angegeben. In einigen Werken der 1970er Jahre wurde er mal sehr „tonal“ (mein Favorit ist hier sein Klavierstück „Beginner’s Mind“ aus dem Jahr 1975), alles andere, was ich von ihm kenne, hört sich dann aber wieder wie „normale“ Neue Musik an (a-tonal, a-metrisch).

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  5. JJäger schreibt:

    Einen hab ich vielleicht noch – Robert Schröder – stellvertretend für sicher ein paar weitere Elektronik- Downtempo Komponisten. Historisch erwähnenswert, musikalisch…naja. Die Melodieführung gegen Ende.. It ain’t no Bolero. Hoffe du hast ein Kopfkissen parat.

    Das ganze Stück dauert 40 Minuten. Du verpasst nicht viel.

    Mehr hab ich auch nicht, du hast ja im Prinzip recht, Minimal Music hat hier in Deutschland keine Rolle gespielt. Und Otte und Hamel hattest du ja schon im Konzeptualismustalk erwähnt.

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