„Psychotischer Farbtupfer im globalen Musik-Schrott“

Die drei Hamburger Chef-Ironiker des „Studios Braun“ aka „Fraktus“, also

Heinz Strunk (bürgerlich Mathias Halfpape, nennt sich auch Jürgen Dose, Strunker, Heinzer, Bernd Schwanenmeister, Bernd Würmer, Frau Marmelbeene oder Eckhardt Gundel), Rocko Schamoni (bürgerlich Tobias Albrecht, nennt sich auch Bims Brohm, Mike Strecker, Georgie Snyder oder 14 Euro) und Jacques Palminger (bürgerlich Heiner Ebber, nennt sich auch Hans Fuchs, Kurt Sartorius, Ferdi Binger, Mertahens, Bernd Wand, Adelheid Strelicks oder Benedetto Nietnagel)

[Wikipedia]

haben wieder zugeschlagen, auf bewährtem Niveau. Begnadete Komiker, die drei! Und muskalisch nicht mal so ganz verkehrt…

Der offizielle Promo-Text muss hier auch noch abgebildet werden, ist einfach zu gut und strotzt nur so von … aber lest selbst:

FRAKTUS ARE BACK!!! Die drei Bigstyler sind zurück, um mit ihrem programmatischen Meisterwerk WELCOME TO THE INTERNET abermals die Tür zur Zukunft einzutreten. Wer glaubt, drei Elektro-Opas auf der Wiederholspur zu erleben, bekommt von den Techno-Pionieren die rote Karte gezeigt. Schluss mit verlogener Zurückhaltung: HERE COMES THE REAL SHIT! Mit diesem Opus Maximus vereint FRAKTUS endgültig die Akzeptanz der Opinionleader mit der Kompatibilität am Massenmarkt. Heißt: FRAKTUS gehen endgültig durch die Decke! Dickie Starshine (ehemalig Schubert), Bernd „Bernd“ Wand und Torsten Bage (sprich Bäätsch), deren „Köpfe den gleichen Innenarchitekten“ (O-Ton Wand) haben, beweisen mit ihrem Mach3-Kraftwerk, dass sie alles andere sind als ein Freak Accident. FRAKTUS sind weit mehr als ein psychotischer Farbtupfer im globalen Musik-Schrott.
Technisch auf Pole-Position, ausgerüstet mit den modernsten Tools, Apps und Gadgets, buchstabieren sie mit diesem Masterpiece die Zukunft der Musikgeschichte. Wie immer haben sie sich nichts geschenkt. Monatelange Schweißarbeit im härtesten Tonstudio Berlins haben die Songs zu Titan-Tracks verdichtet. Alle Soundmuskeln sind zum Bersten gespannt. Da ist kein Gramm Fett an der Produktion. Denn bei FRAKTUS kommt Qualität immer noch von Qual. Electro & Flöte, da man spürt den Heilschmerz! Dazu die Texte, die alle menschlichen Emotionen abdecken. Die Fans bekommen ein Access-all-Areas Ticket ins Innerste der ersten deutschen Techno-Boygroup.

Bei der letzten Deutschland-Tournee haben sich die drei Hardcore-Acer den Ruf der „Besten Live-Band Deutschlands“ erspielt. Jetzt gehen sie noch einen Schritt weiter. Mit „WELCOME TO THE INTERNET“ sind sie gekommen, um sich im obersten Stockwerk der internationalen Musik-Pyramide einzunisten.

Dickie, Thorsten und Bernd sind moderne Lebensendpartner, WELCOME TO THE INTERNET ihr musikalisches Vermächtnis: SATT, HART, FEUCHT.

FRAKTUS-DIE LEGENDE BEBT!

[Quelle]

„Psychotischer Farbtupfer im globalen Musik-Schrott“

5 Gedanken zu “„Psychotischer Farbtupfer im globalen Musik-Schrott“

  1. Joachim Fildhaut schreibt:

    Seit der Doku mit Devid Striesow und den Zeugnissen der Kollegen darinnen haben die Herrschaften meine Neigung – auch ohne dass ich die Musik hören müsste. Vielleicht tu ichs aber doch. Jedenfalls danke für den Hinweis, der Promo-Text schient mir so etwas wie ein Lebenszeichen anzudeuten.

    Gefällt mir

  2. Joachim Fildhaut schreibt:

    Hallo Volker, ich habs getan, gehört (bis über die Hälfte, knapp 3 Minuten, als ein belangloser Flötenton des Herrn Struck anhob), und fands musikalisch so dürftig, dass ich den Spiegel-Verriss gar nicht erst lesen mag. Einzig bemerkenswert an dem Video schien mir bis dahin die Ähnlichkeit zwischen dem Seitenscheitel-Fraktus und der KTUler in der SOKO Leipzig zu sein.

    Gefällt mir

  3. @Volker und Joachim: Gut, in einem hat der Spiegel-Rezensent recht: das Video „Welcome to the Internet“ strickt da weiter, wo das Video zu bsp.weise „Affe sucht Liebe“ aufgehört hat, bis ins Detail (visueller Kontrast von drei kauzigen Typen und attraktiver Sängerin etc.). Aber da das endlose Weiterstricken von, äh, „Erfolgsformeln“ im Pop ja das Thema des Satire-Projekts Fraktus ist, hat das auch wieder was Intelligentes Witziges🙂

    Gefällt mir

  4. Volker schreibt:

    @Stefan: Was witziges, wenn nicht sogar richtig satirisches, man denke nur an die Filmbranche und ihre bisweilen doch sehr arg bemühten Sequels, mir fällt als letztes Beispiel jetzt zwar nur „Fack Ju Göhte 2“ ein, von dem ich nur die Kritiken las, ihn selbst nicht gesehen, mir aber die Kritiken von meiner Familie bestätigen ließ (wieder Geld gespart ;-)). Und wie das in der Musikbranche abläuft, das karikiert Fraktus hervorragend… warum sollten sie nicht auch ein paar Euro damit verdienen?

    Gefällt mir

Kommentieren:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s