Seemann über das IoT (Internet of Things)

Sehr gut lesbarer und auch metaphorisch gelungener Essay des geschätzten Berliner Netztheoretikers Michael Seemann zum Thema „Internet der Dinge“, über das seit Jahren geredet wird, ohne dass der Lebensalltag der meisten Menschen davon merklich berührt würde. Das wird nicht so bleiben, sagt Seemann. Und weiter:

Apple, Google und vielleicht bald auch Facebook werden bald nicht mehr auf Menschen angewiesen sein, wenn es darum geht, die Netzwerkeffekte am Laufen zu halten. Der Kampf wird nicht mehr um die Vormachtstellung bei menschlichen Akteuren gehen, sondern um die Frage, wer die Armee der Leblosen befehligt, die viel, viel größer sein wird als die kleine Gruppe von Menschen und ihren Geräten, die das heutige Internet ausmachen.

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Seemann über das IoT (Internet of Things)

3 Gedanken zu “Seemann über das IoT (Internet of Things)

  1. Gerhard schreibt:

    Irgendwie erschreckend. Je stärker Vernetzung voranschreitet, umso abhängiger werden die Netze vom funktionieren des netzes selbst. Wer garantiert die Zuverlässigkeit der Verbindungen? Schon jetzt ist das Zusammenwirken und zusammenschalten von Funktionen ein wackeliges ding. Es ist ja jetzt auch schon eine gewisse grundsicherheit verlorengegangen, meine ich. Gehe ich in Zukunft durch die Welt, muss alles funktionieren..zumindest sollte ich mir keine Gedanken darum machen müssen.

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  2. @Gerhard: Stimme zu (obwohl das nicht das Thema von Seemanns Text ist. Die von ihm skizzierte „Armee der Leblosen“ bezeichnet übrigens keine Zombies, sondern mit dem Internet vernetzte Objekte, z. B. den berühmten Kühlschrank, der selbständig Milch nachbestellt).

    Der geschätzte Sozialpsychologe Thomas Grüter (siehe Blogroll) hat über das Thema „Wer kümmert sich eigentlich um die Hardware des Internets?“ schon vor Jahren ein Buch geschrieben, das bezeichnenderweise (und leider etwas reißerisch) „Offline! Das unvermeidliche Ende des Internets und der Untergang der Informationsgesellschaft“ heißt. Ich hab’s nicht gelesen…

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  3. Gerhard schreibt:

    Ich hatte den Text von Seemann ja gelesen..witzig und bezeichnend war, dass man rechnerisch jedem Sandkorn eine ip-Adresse geben kann. Das Netzwerken kommt aber eh irgendwann zu Ende…spätestens beim Sandkorn 🙂
    Thomas Grüter ist mir von den Wissenschaftsblogs her bekannt.

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