Tangerine Dream „Phaedra“ (1973)

phaedraDas Video unten enthält nur ein Fragment des fast 17-minütigen Tracks „Phaedra“ von der gleichnamigen Langspielplatte, die 1974 erschien, aber bereits 1973 eingespielt wurde*. Ich habe gerade dieses Video ausgewählt, weil es auf die bei Musik von Tangerine Dream längst zum Stereotyp gewordenen „Weltraumvisualisierungen“ verzichtet und stattdessen einfach nur das eher dezente Cover der Original-Langspielplatte reproduziert, das ein abstraktes Gemälde von Bandleader Edgar Froese (für eine besser aufgelöste Version bitte auf das Thumbnail links klicken) ziert.

Und „Phaedra“ habe ich ausgewählt, weil diese LP sich mittlerweile offensichtlich – siehe die Wertungen auf allmusic.com – als die stilbildende und somit kanonische Arbeit von Tangerine Dream herauskristallisiert hat. Derartige Kanonisierungen halte ich deswegen für legitim und hilfreich, weil es eine unüberschaubare Vielzahl von Tangerine Dream-Veröffentlichungen auf recht ungleichem Niveau gibt, die ich mir nicht alle durchhören will und kann, um mir ein eigenes Urteil zu bilden.

Von den Sequenzer-Loops des Tracks „Phaedra“ führt, was das musikalische Material betrifft – weltanschaulich dürfte dieser Weg deutlich länger ausfallen – ,ein kurzer und direkter Weg zum „Mussolini“ von Deutsch Amerikanische Freundschaft.


* Die Audioqualität des Videos ist schlecht, ein hochauflösendes MP3 des gesamten Albums kann man aber schon für weit unter 10 EUR legal herunterladen.
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Tangerine Dream „Phaedra“ (1973)

3 Gedanken zu “Tangerine Dream „Phaedra“ (1973)

  1. Gerhard schreibt:

    Ein sehr angenehmes Stück. Auch nachwievor zeitgemäss.
    Da sind auch technoide Anteile drin, aber Techno wurde doch eigentlich erst später er- bzw. gefunden 😉
    Gestern wieder einmal über „The Grandfather Paradox“ von Schwarz und Ame gestolpert, die Minimal der letzten 50 Jahre kompilierten.

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  2. @Gerhard: Mir sind mindestens zwei afro-amerikanische Pioniere des Detroit Techno bekannt, die den „Krautrock“-Einfluss auf ihr Schaffen stets betont haben: Derrick May (schätzt Manuel Göttsching von Ash Ra Tempel) und Carl Craig (schätzt Can).
    „The Grandfather Paradox“ hab‘ ich grade mal auf YouTube gecheckt: nett 🙂 Hier der Link: https://youtu.be/ACgTd8YbFTY

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