Eine weitere Visualisierung der «Spitzen Steine», diesmal als Video


Visualisierungs-Software: MusicGraph 1.0 (Paul Nelson 2002)
Visuelle Nachbearbeitung: GIMP 2.8.18
Animations-Software: PhotoFilmStrip 3.0.2 (Jens Göpfert 2017)

Eine mit MusicGraph farblich und strukturell angereicherte Piano-Roll-Grafik meines Klavierstücks wurde unter GIMP um den Faktor 6 in die Breite skaliert und mit dem Algorithmus „Warp“, den man als Schmierfilter bezeichnen könnte, verfremdet. Anschließend wurde die Datei unter Verwendung des Ken-Burns-Effekts mit PhotoFilmStrip animiert. Das Video ist so angelegt, dass man das musikalische Geschehen stets mitverfolgen kann.

Die farbigen Linien des Videos generiert MusicGraph automatisch auf Basis von Intervallverhältnissen, die es entdeckt. Die Farben sind frei konfigurierbar und ich habe mich für folgende entschieden: Rot bedeutet, dass eine kleine Sekunde im Spiel ist, Grün bezeichnet eine große und Blau eine kleine Terz. Alle anderen Intervalle bleiben weiß, also sozusagen unfarbig, Einzeltöne erscheinen schwarz.

Ich bin mit dieser Arbeit deshalb so besonders zufrieden, weil sie die kalte Genauigkeit einer digitalen mit der warmen Expressivität einer analogen Visualisierung vereint, ohne dabei jedoch in’s Lauwarme zu münden.

Der Vollständigkeit halber hier das gesamte, dem Video zugrundeliegende Partiturderivat auf einen Blick:


Mehr zur verwendeten ePlayer-Realisierung der Komposition hier.

Es gibt noch zwei weitere, komplett andersartige Video-Visualisierungen der „Spitzen Steine“, die eine ist ästhetisch komplett digital, die andere ein Hybrid aus digitalen und analogen Elementen.


Stefan Hetzel visualisiert seine Musik: alle Videos

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Eine weitere Visualisierung der «Spitzen Steine», diesmal als Video

4 Gedanken zu “Eine weitere Visualisierung der «Spitzen Steine», diesmal als Video

  1. Sehr schön.
    Komplett überzeugend. Komplettiert deine Werksschau auf vorzügliche Weise. Und komplettiert meinen Tag schon mal ganz von Anfang an. Das ist völlig klar und auch völlig verdient, das anzumerken.
    🙂

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  2. @Gerhard: Freut mich sehr. Da steckt auch sehr viel mehr Arbeit drin, als es evtl. den Anschein hat, denn nur sehr wenig an dieser Arbeit war out of the box, d. h. von einer Software vorgeprägt.

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  3. Das gilt im übrigen auch für Keramik, das „sehr viel mehr“.

    Gibt es eigentlich eine Aufstellung, in der die Künste/Kunstrichtungen ihren Aufwänden gegenübergestellt werden? Weißt Du da was?
    Ich meine, eine Bleistiftzeichnung ist schnell erledigt (ohne jetzt hineinrechnen zu wollen, was es evtl. an Übung benötigt haben könnte, um zu dem jeweiligen Ergebnis zu gelangen), anderes ist woöglich unscheinbar, braucht aber enorme Zeit.
    Ich denke, manche Künste mit ihrem ganz speziellen Aufwand und einer ebenso „kapriziösen“ Technik stehen vom Aufwand sehr in einem Missverhältnis zu anderen Kunsttechniken. Ohne das jetzt für die jeweilige Kunstsparte werten zu wollen.

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  4. @Gerhard: Gute Beobachtung 🙂 Die von mir bevorzuge Technologie scheint mir jedenfalls besonders „kapriziös“ in deinem Sinn zu sein – aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. Andererseits wächst mein Ehrgeiz zuverlässig mit den Widerständen, die mir das „Material“ (hier: die Handhabung sperriger Software) entgegenbringt – und das wiederum wirkt sich erfahrungsgemäß qualitätssteigernd aus.

    Meine Lebenssituation ist dahingehend exzentrisch, dass ich mir sehr gerne sehr viel Zeit für mein kreatives Zeugs nehme und diese auch finde. Ein großes Privileg, wenn ich mich so in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umsehe, wo eigentlich fast alle im Das-würde-ich-auch-gerne-machen-aber-ich-habe-keine-Zeit-dafür-Modus operieren (und zwar seit Jahrzehnten).

    Gut, dafür haben die natürlich mehr Geld, besitzen ein oder mehrere Autos, leisten sich hochpreisige Fernreisen, fahren in den Skiurlaub oder das Wellnesshotel oder besitzen gar Eigentumswohnungen oder ein Haus. Weiterhin sind sehr oft ein Kind oder mehrere Kinder zu versorgen. All das entgeht mir natürlich.

    Is aber nich schlimm.

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