Tagebucheintrag vom 20. August (bearbeitet)

Das Problem ist, dass ich mich nur* durch Musik über meine Gefühle äußern kann. Musik ist schneller und vielschichtiger als Sprache, aber sie ist auch eine Art Stenographie und viele Menschen können kein Steno lesen.


* „nur“?

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Tagebucheintrag vom 20. August (bearbeitet)

3 Gedanken zu “Tagebucheintrag vom 20. August (bearbeitet)

  1. @Gerhard: An Versuchen hat es ja nicht gemangelt, nur war bzw. bin ich eben mit den Ergebnissen so gut wie nie zufrieden. Konkret: Ich lausche einer bestimmten, gelungenen Passage einer eigenen Komposition und erwische mich bei dem Gedanken: „Könnte ich das doch ebenso gut in Worten ausdrücken!“

    Aber hier gibt es ein Problem: Niemand außer mir kann beurteilen, ob die o.g. Passage im o.g. Sinn als „gelungen“ bezeichnet werden kann – weil naturgemäß niemand exakt die Gefühle kennen kann, die mich einst zu ihrer Komposition führten. Es fehlt hier jeglicher Maßstab – und das gilt für Instrumentalmusik ohne direkte gehaltliche Anbindung natürlich in besonders starkem Maß.

    Und dieses Problem ist meiner Meinung nach ein unlösbares (vgl. auch den ebenso simplen wie wahren Gerhard-Richter-Spruch [sinngemäß] „Wenn ich’s hätte sagen können, hätte ich’s nicht malen müssen.“)

    Gefällt 1 Person

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