10 Skrjabin-Klavierminiaturen als Seelen- und Herz-Erwärmer

Die folgenden MIDI-Renderings stellen ein besonderes Kleinod für mich dar: Es handelt sich um Interpretationen kurzer bis kürzester Klavierkompositionen des verehrten Meisters Александр Николаевич Скрябин (1872-1915), die ich – teilweise schon vor langer Zeit – im Netz fand (v. a. hier).

Alexander Skrjabin (1872-1915) in gelöster Stimmung. Man beachte: Die (für ihn besonders wichtige) linke Hand schützt ein Handschuh, die rechte nicht. [Ich konnte mir nicht verkneifen, dieses alte Foto mit einem „Altes Foto“-Filter  wie ein „altes Foto“ aussehen zu lassen.]
Erst jetzt habe ich einen wirklich adäquaten Soundfont gefunden, um diese Dateien in Klang umzusetzen. Es handelt sich um die frei erhältliche Sample-Bibliothek eines kleinen Baldwin-Flügels, die Joe „bigcat“ Stevens unter der Bezeichung „City Piano“ vor 4 Jahren ins Netz stellte.

Ich habe mir beim Arrangement der Miniaturen große Mühe gegeben, um einen dramaturgisch interessanten Gesamtverlauf zu erzeugen. So gibt es keine Pausen zwischen den einzelnen Stücken, so dass der Skrjabin-unerfahrene Hörer die Musik als eine fortlaufende Komposition wahrnehmen kann (und soll). Die Skrjabin-Expertin wird feststellen, dass ich Kompositionen aus dem schwärmerischen Frühwerk mit solchen aus dem konstruktivistischen Spätwerk wild durcheinander mischte.

Die Stücke und ihre Interpreten im Einzelnen:

  1. Etude op. 2 #1 | Robert Finley 1995
  2. Masque op. 63 #1 | Serge Winitzki 1997
  3. Etude op. 8 #4 | Robert Finley
  4. Poème op. 69 #2 | B. Restemeyer
  5. Prélude op. 11 #4 | Peter Kriek
  6. Prélude op. 11 #11 | B. Restemeyer
  7. Etrangeté op. 63 #2 | Serge Winitzki 1997
  8. Prélude op. 11 # 8 | Chris Todd 1998
  9. Fragilité op. 51 #1 | Serge Winitzki 1996
  10. Etude op. 8 #12 | Robert Finley 1995

Die Liste wurde aktualisiert. Hier geht’s zur aktuellen Fassung. Den Audiolink gibt’s aber auch hier:

Ihren vollen Charme entfaltet diese Musik erst, wenn man vorher den Alltagskopf amputiert und beiseite gelegt hat. Zum Nebenbeizwischendurchhören ist sie nicht geeignet*, vermutlich, weil das in ihr ausgedrückte Lebensgefühl allzu weit von dem des Jahres 2018 entfernt ist. Aber exakt deswegen liebe ich sie ja.

Wie gefällt euch diese Musik?


* Ich höre sie auch so gut wie nie im Klassische Musik-Radio.

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