Der digitale Kapitalismus verknappt künstlich, was eigentlich im Überfluss da ist

Der geschätzte Kulturwissenschaftler Seemann, LeserInnen der Weltsicht seit Jahren vertraut (für eine Übersicht einfach auf das Schlagwort unter dem Artikel klicken), fasst hier mal in 20 Minuten zusammen, wie es dem digitalen Kapitalismus gelang (& gelingt), eine Ur-Eigenschaft des Digitalen, nämlich die Möglichkeit, verlustfreie Kopien in beliebiger Größenordnung herzustellen, betriebswirtschaftlich so einzuhegen, dass bsp.weise mit Musikkonserven wieder Geld verdient werden kann (Spotify etc.):

Ein Kommentar zu „Der digitale Kapitalismus verknappt künstlich, was eigentlich im Überfluss da ist

  1. Es wird hier so getan, als gäbe es zu iTunes, Youtube, Facebook, whatsapp, spotify etc. keine Alternativen, aber das stimmt nicht. Neben technischen Alternativen gibt es auch die Möglichkeit derartige Dienste gar nicht zu nutzen, wie ich es zum Teil tue. Und ja, es gibt ein Leben ohne Google, FB, Insta.

    Trotzdem sollte man akzeptieren, dass die jeweiligen Unternehmen zum Zeitpunkt ihrer Gründung viel Innovationsarbeit geleistet, revolutionäre Ideen ersonnen und viel bares Geld investiert haben. Beispielsweise fiel der Musikindustrie nachdem Napster-Schock zur Jahrtausendwende nichts besseres ein als die eigene Kundschaft zu verklagen, es musste erst Steve Jobs kommen und ein funktionierendes, digitales Vertriebssystem entwickeln. Warum sollte er das umsonst machen? Am Ende hatten alle was davon: Musikindustrie und damit Musiker haben wieder Geld verdient, die Musik war endlich auch digital in guter bis sehr guter Qualität erhältlich, die Transaktion war juristisch legitimiert, Urheberrechte wurden gewahrt, und ja: Für die Lösung dieses gigantischen Problems und die Schaffung der Infrastruktur bekommt Apple einen Teil des Kuchens, warum auch nicht, Apple ist nicht die Heilsarmee.

    Die Idee, dass alles umsonst im Netz kostenlos verfügbar sein soll ist absurd. Wer jemals Free- und Shareware mit aktueller, entwickelter Software verglichen hat, weiß was zweiteres für professionelles Arbeiten für ein wertvoller Vorteil ist. Warum sollten Firmen oder auch Einzelpersonen ihre innovativen und anscheinend auch begehrten Produkte oder Ideen freiwillig verschenken? Man kann nicht alles haben wollen ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen.

    PS: Seemann muss dringend an seinem Vortragsstil arbeiten: „Ähm,… äh, …weiß auch nicht, …tatsächlich, …keine Ahnung, …keinen Bock.“ Es ist eine Quälerei ihm beim Reden zuhören zu müssen.

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