Neue Montags-Reihe: „Visualizations re-visited“ [Vr-v]

Seit ich 2014 angefangen habe, meine Kompositionen zu visualisieren, hat sich einiges getan. Bei der erneuten Inaugenscheinnahme der Arbeiten fiel mir deren „In-der-Luft-hängen“ auf, will sagen, sie boten der Betrachterin zwar eine Menge visuelles (und aurales) Futter, aber bei der gehaltlichen Interpretation ließen sie sie doch relativ alleine. Damit war ich nun nicht mehr zufrieden.

Ich beschloss, die Visualisierungen stärker dafür zu nutzen, um interpretatorisches Nudging zu betreiben, denn ich hatte eingesehen, dass es einfach unrealistisch ist, davon auszugehen, dass der Hörerin der Gehalt meiner Musik durch die Musik allein zu vermitteln ist.

Das Ergebnis dieser Bemühungen sind gehaltsästhetisch erweiterte Revisionen der ursprünglichen Visualisierungen, die an den kommenden Montagen hier in der Weltsicht zu sehen und zu hören sein werden.

4 Kommentare zu „Neue Montags-Reihe: „Visualizations re-visited“ [Vr-v]

  1. Ich find’s spannend, denn Musik, die ich aufmerksam hören will, verursacht bei mir stets Bilder, während die reine Muzakberieselungssoße auf sich beruht und nichts davon hängen bleibt. Und da bin ich durchaus neugierig auf einen Vergleich, welche Bilder der Urheber und Blogbetreiber (also doch 😉 ) bei dem einen oder anderen Werk sieht und was ich da mit meinem inneren Auge erspähe 🙂

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  2. @k&g: Lass mich deine leichte Irritation auflösen: Musik trägt für mich im Moment des Musikmachens keine Bilder. Da ziehen zwar vage Proto-Strukturen, Schleier oder Schemen vor dem inneren Auge vorbei, aber eben – wie hier bereits des Öfteren dargestellt – nichts Gegenständliches, also keine Bilder im engeren Sinn. – Das hindert mich doch aber nicht daran, bereits Komponiertes im Nachhinein zu „bebildern“, um der Musik, die natürlich weiterhin für sich stehen kann und soll, eine sinnliche Ebene hinzuzufügen. Es ist dies mein Angebot an die vielen Augenmenschen unter uns und ich erhoffe mir, diesen dadurch den Zugang zu meiner Musik zu erleichtern bzw. überhaupt erst zu ermöglichen.

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  3. @Volker: Du unterliegst hier mit Verlaub dem selben Missverständnis wie k&g: Meine Visualisierungen sind keine „Enthüllungen“ über die Bilder, die mich während des kreativen Prozesses inspirierten, denn diese existieren bei mir nicht, glaubt es mir. Es handelt sich vielmehr um bewusste Verlinkungen mit gesuchten Bildern, also ein wesentlich rationaleres Vorgehen.

    Abgesehen davon, lieber Volker, machst du dich in deinem Kommentar mehr zum Augenmenschen, als du bist, denn sonst müsste dich das „reine“ Musikhören vor den Lautsprecherboxen ja langweilen und ich weiß, dass es das nicht tut.

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