Aphorismus 8/2019

Entscheidend für den Erfolg Künstlicher Intelligenz wird sein, wie stark wir uns, unsere Umgebung sowie die Welt im Allgemeinen ihrer Funktionsweise anpassen werden.

3 Kommentare zu „Aphorismus 8/2019

  1. Oh, ich denke, an dieser Erkenntnis ist mehr dran, als einem lieb sein kann! Der Tag wird kommen, an dem der Mensch sich der Maschine untertan macht. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob dergleichen unter KI fällt, aber diese Assistenzsysteme in div. Verkehrsmaschinen halte ich für die ersten Vorboten und sie sind mir mehr als suspekt, wenn ich z.B. an die beiden Flugzeugabstürze des Typs Boeing 737max denke, wo offensichtlich die Technik für den Absturz verantwortlich war…

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  2. @Volker: Richtig, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass KI noch ein wenig stärker als bisherige Technologien Weltmodelle („Weltsichten“, hihi) liefert, denen man sich anpassen muss, damit der Algorithmus funktioniert. Google bsp.weise kann man nur benutzen, wenn man dem Konzept einer internetbasierten Suchmaschine zustimmt. Es ist das aber nicht die einzige Möglichkeit, etwas zu finden (ok, das ist banal, muss aber hier mal wieder gesagt werden).

    Google (und Facebook, Amazon etc.) sind solange kein Problem, bis sie die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für „alternativlos“ (A. Merkel) hält. Oder sogar, siehe Aphorismus 7, Googles Modell mit der Wirklichkeit / der Welt / dem Seiendem / den Dingen an sich etc. velwechsert (E. Jandl).

    Google ist die aktuell zumindest wirkmächtigste KI überhaupt. Und ich bin der letzte, der „gegen Google“ ist (ich bin ja auch nicht gegen das Kursbuch). Aber auch Google nimmt einen bereits „an der Hand“, eröffnet unbekannte Möglichkeiten, versperrt aber auch die Sicht auf bestehende.

    Die jetzt anlaufende KI-isierung hat man sich also als eine Art „Mega-Google“ vorzustellen: macht das Leben noch bequemer, noch schneller, noch effizienter – und behauptet dabei, das sei dasselbe wie interessanter, spannender, anregender.

    Selbst hochintelligente MenschInnen behaupten ja erstaunlich oft, Effizienz „bereichere“ das Leben. Richtig ist: Effizienz schafft Freiräume, ist aber komplett damit überfordert, diese mit sinnvollem Content zu füllen. Die kommende KI wird behaupten, auch das zu können. Ist aber gelogen. Außer, genug glauben daran.

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  3. Google schneidert also ein Guckloch – und KI schneidert das perfekte, maßgeschneiderte.
    Indoktrination (Meinungsmache) war aber schon immer gegeben, jetzt kann es noch umfassender werden.

    Gestern zwei, drei Vortäge über Quantenphysik gehört. Die jahrhundertalte Theorie hat es ja geschafft, in sehr großem Umfang unser technisches Leben praktisch zu gestalten. Ohne ein Verständnis von Quanteneffekten gäbe es bestimmte Technik nicht.
    Ebenso gäbe es ja GPS nicht ohne Einstein und seine Relativitätstheorie.

    Das ist das Verblüffende und weithin Unbekannte.

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