Zur Bildästhetik des Russisch-Ukrainischen Kriegs

Gespräch mit Charlotte Klonk und Wolfgang Ullrich in einer Sendung von Deutschlandfunk Kultur vom 6. März diesen Jahres:

3 Kommentare zu „Zur Bildästhetik des Russisch-Ukrainischen Kriegs

  1. Ich denke, das Bild hat verloren.

    Ullrich meinte, 1000 Worte zu jedem Bild wären nötig, aber reicht das?
    Klonk sprach von Zeugen, die ein Bild bestätigen. Dazu fiel mir Kurosawas „Das Lustwäldchen“ ein, in der ein Vorfall, eine Szene von allen (zu irgendeinem Zeitpunkt) Anwesenden anders geschildert wurde.

    Zu Metadaten: Da weiß ich nicht. wie zuverlässig die sein können.

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    1. Na ja, aber die totale Skepsis führt ja auch nicht weiter. Man muss halt so viel Evidenz wie möglich zusammentragen, um die Wahrhaftigkeit eines Bildes zu verifizieren. – Und eines ist auch markant: Wie bruchlos aus vielen Impf-PseudoskeptikerInnen jetzt Ukraine-PseudoskeptikerInnen werden. Damit wird klar, dass es nie um Inhalte ging, sondern stets um das Bedürfnis, Teil eines größeren Narrativs zu sein. Das Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit triumphiert hier über das Bedürfnis nach Wahrheit. So lässt sich auch der russlanddeutsche Autokorso durch Würzburg vor einigen Tagen erklären (aber nicht entschuldigen!). – Zu Kurosawa (ohne den Film zu kennen, wohl aber das Thema): Hier geht es um Multiperspektivik, was ein bisschen weniger fundamental ist als das, was die VerschwörungstheoretikerInnen machen. Denen geht es ja nicht um unterschiedliche Interpretationen eines Geschehens, sondern um dessen schiere Leugnung (vgl. aktuell Butscha, aber auch der Klassiker Holocaust). – Und ein letzter Punkt: Die Debatte um die Wahrhaftigkeit von Bildern an sich kann schon ein Ablenkungsmanöver sein, denn selbst wenn das Massaker von Butscha ein Produkt ukrainischer Propaganda wäre, was würde das an der Tatsache ändern, dass Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt?

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  2. Es stimmt schon, im Prinzip ist Evidenz von Fotos machbar.

    Galilei, so hörte ich heute, soll 1610 seinen Anklägern angeboten haben, doch selbst durchs Fernrohr zu schauen. Das lehnten sie ab, weil das Fernrohr verzerre.
    Das aber nur nebenbei.

    Dieses Changieren der Skeptiker in einer Art Scheren/Sidestep-Bewegung hin zu neuen Ufern ist ja augenfällig genug. Man kann ja verifizieren, wie lange schon bestimmte Akteure im Business sind.

    An politischen Debatten in Blogs beteilige ich mich nicht, weil ich die Akteure dort nicht kenne / kennen kann. Dort wird viel mit „Deinen“ Ablenkungsmanövern hantiert, auch so ein untrügliches Zeichen, stimme bei.

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