Pfad (Rügen), 2013

Es gibt Landschaftsformationen, die extra dafür kreiert wurden, um in Schwarzweiß fotografiert zu werden (unbeweisbare Hypothese).

8 Kommentare zu „Pfad (Rügen), 2013

  1. In der Keramik wäscht man die Schrunden ⚫ heraus, um ihr eine griffigere Gestalt zu geben. Dann erst wird glasiert.
    Wobei Glasur ja vieles sein kann. Ein Glasurbrand jedenfalls macht ein Objekt für draussen unempfindlich.

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    1. @k&g: Gut, man könnte natürlich den Pfad und die Radspuren als Schrunden im Feld interpretieren. Der große schwarze Punkt hinter dem Wort „Schrunden“ weist darauf hin, dass es „rund“ enthält. Weiterhin plädierst du im Fortgang dafür, diese Landschaft oberflächenzuversiegeln („glasieren“), z. B. mit Asphalt, um sie so zweifellos unempfindlicher für „Draußen“, aber auch „griffiger“ für Autoreifen zu machen. – Jetzt hoffe ich nur, das war keine komplette Fehlinterpretation!

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    2. Mir ist der Unterschied zwischen SW und farbig einigermassen geläufig, ich schätze Herlinde Koelbls Fotografieen „Jüdische Portraits“ sehr, ein Buch, das ich mir seinerzeit sofort kaufte. Auch die Bechers fotografierten ihre Häuserfronten in SW.

      Was ich selbst schrieb war folgendes:
      Eine Plastik, etwa eine Kugel, kann man sofort glasieren. Markanter wird sie, wenn man sie zuvor einschwärzt und dann dieses Schwarz abträgt (abschwämmelt), sodaß in den Furchen, Rillen ect etwas Schwarz verbleibt. Kommt nun die Glasur drauf (man kann auch auf sie völlig verzichten), dann erscheint die dem Glasurbrand (1240 Grad) übergebene Kugel in der Form „griffiger“. Die Gestalt der Kugel wird plastischer.
      Griffiger erscheint im übrigen auch ein SW-Portrait eines Menschen, weil Farbe abzulenken vermag.
      Um jetzt noch weiter auszuholen, was Du nicht so zu schätzen scheinst, was ich verstehen kann, aber so ist mein Vorgehen meist: Ich mochte früher TV-Dokus über die berühmten Schriften von Qumran nicht so sehr, weil da immer verschiedenes miteinander konkurrierte: Sätze, Bilder, Stimmung. Allen Quellen gleichzeitig /simultan folgen zu wollen, fiel mir schwer. Also ist SW überlegen bisweilen, weil es fokussiert.
      Das war es in etwa, was ich meinte, was dein Text in mir hervorrief. Und ich glaube, diese Zeilen von mir waren durchaus stimmig und kein loses Gequake.

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    3. @k&g: Ich entschuldige mich für den sarkastischen Tonfall meiner vorherigen Replik. – Nach den obenstehenden Ausführungen weiß ich jetzt, in welche Richtung dein erster Kommentar zu interpretieren war. Ohne sie war ich nicht in der Lage, einen Zusammenhang zwischen ihm und meinem Artikel zu erkennen, weshalb ich grantig wurde. Das war ein wenig dumm, und ich schäme mich dafür.

      „Schwarzweiß fokussiert!“ ist eine interessante Art und Weise auszudrücken, dass durch Weglassen mitunter ein Mehr an Information in einem Bild entsteht. Eine Paradoxie, die sich durch die Ablenkbarkeit der menschlichen Wahrnehmung erklären lässt, denn objektiv ist da weniger als in der farbigen Version.

      Deine Kritik an der Qumran-Doku kann ich gut nachvollziehen. Diese Art Dokus sind oftmals komplett überladen mit fragwürdiger Hans-Zimmer-Musik, nichtssagenden „schönen“ Landschaftsaufnahmen, Texttafeln in aufgemotzter historisierender Typografie und raunenden Hintergrundkommentatoren, deren Stimme direkt vom Lieben Gott zu kommen scheint. Danach ist man manchmal wie betäubt und wundert sich um so mehr, wenn plötzlich ein verhuschter Schriftgelehrter auftaucht, der anfängt, staubtrocken über den Unterschied zwischen Aramäisch und Althebräisch zu dozieren. Und man versteht, dass der Regisseur genau davor die ganze Zeit Angst hatte.

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