Rationierung oder Diktatur

Rationierung oder Diktatur – da fällt die Wahl leicht. Herrmann spricht konsequent den Blinden Fleck im Projekt „Grüner Kapitalismus“ an, nämlich das Problem des Übergangs von einer wachstumsgetriebenen Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft. Wirtschaftsliberale Kreise haben darauf keine realistische Antwort, stattdessen hoffen sie auf noch nicht existierende gigantische technische Innovationen, etwa das „Heraussaugen“ des Kohlendioxids aus der Atmosphäre oder gar die Kernfusion. Die Lösung der Rechten besteht in der Privilegierung der eigenen Klientel (Land / Ethnie / Religionsgemeinschaft, also z. B. „China“, „russische Welt“, „weiße Rasse“ oder „Muslime“) zuungunsten des Rests der Welt, der dann getrost ohne jegliche Skrupel versklavt bzw getötet werden kann.

Was Herrmanns Größe ausmacht, ist, dass sie trotz ihrer Herkunft aus dem grünen Milieu in der Lage ist, sich von der Realo-Vison des Grünen Kapitalismus zu verabschieden zugunsten einer rationalen und rationierenden „Ökokratie“ unter Beibehaltung eines demokratischen Staats. Letztlich hat ihre Vision utilitaristischen Charakter. Ihr scheint es tatsächlich um das größte Glück der größten Zahl zu gehen.

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