Arno Schmidt on demand

Arno Schmidt, schätzungsweise in den 1950er- oder frühen 1960er-Jahren

Eben auf arte: Sehr gutes einstündiges Feature von Oliver Schwehm über Leben und Werk des deutschen Schriftstellers Arno Schmidt (1914 – 1979). Pascal Holtzers leicht dudelige, pseudo-minimalistische Musik lullt ein wenig, aber das geht schon.

Was ich nicht wusste: Schmidt war auch ein obsessiver Fotograf (Farbdias). In Schwehms Doku sind einige sehr vielversprechende Arbeiten kurz zu sehen: die Heide um Bargfeld, Frau Alice und so. Gäbe es mal eine Ausstellung – ich würde hingehen wollen.

Was mir so auch noch nicht klar war: Schmidt war zweifellos einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der Nachkriegszeit (Was bisher kaum jemand gemerkt zu haben scheint. Ich denke, man könnte ihn neben Stanisław Lem oder auch Ray Bradbury stellen.).

Schmidt entspricht ziemlich genau dem, was das englische Wort wronghead bezeichnen mag – ein großartiger Begriff, der ich hier mal mangels brauchbarerer Alternativen mit Solipsist Querdenker Querkopf Schrat Einzelgänger Grenzgänger „Quertreiber“ übersetzen möchte. Die dazugehörige Eigenschaft lautet wrongheadedness.

[Besonderer Gruß an Rigo an dieser Stelle.]