Zwei Vorankündigungen zum Thema Drum and Bass

Logo des einschlägigen englischen Labels Moving Shadow aus den 1990er-Jahren

Ich laboriere schon eine ganze Weile an einem Essay über Drum and Bass rum und höre deshalb die ganze Zeit diese Musik, deren Blütezeit in den 1990er-Jahren ich mangels anderweitigem Interesse nicht mitbekommen hatte. Aus diesem Grund widme ich hiermit die kommende (Arbeits-)Woche diesem so interessanten Genre und werde die Weltsicht von Montag bis Freitag mit fünf in meinen Ohren exemplarischen Tracks bespielen. Ab übernächsten Sonntag, also dem 20. September, und die vier Sonntage darauf folgt dann der Essay zum Thema.

Bis dahin kann sich die geneigte Weltsicht-Leserin die Zeit mit dem folgenden, erst wenige Monate alten staubtrockenen Dokumentarfilm von Bailey Hyatt über diese in Deutschland weiterhin nur Eingeweihten bekannte, seit Beginn der 1990er-Jahre vor allem in England vor sich hindümpelnde, aber scheinbar dann doch irgendwie nicht wirklich so richtig total totzukriegende Art Elektronischer Musik, den ich meinen geschätzten LeserInnen nicht vorenthalten will, vertreiben:

Viel Spaß mit dem ganzen Zeuch wünscht euch der

Blogbetreiber (S.H.)

Who the f*** was Diane Charlemagne? … (1 von 2)

Eine leider bereits 2015 verstorbene britische Vokalistin, die maßgeblich dazu beitrug, dass Drum and Bass zumindest zeitweise einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. 1994 machte sie aus Goldies zwar interessanter, aber halt auch stets ein wenig stumpfer und vor allem selbstgenügsamer Breakbeat-Etüde eine ebenso melancholische wie anrührende Hymne an das „Inner City Life“ aka Einwandererghetto.

Charlemagnes Intonation ist hier alles andere als perfekt, was mich aber nicht stört, die Mikrotonalität verstärkt die ästhetische Ambivalenz, vor allem bei der Textzeile „Feeling free“. Listen and enjoy!