Schwenzel über das Bloggen

Vorbemerkung: „randall munroe“ ist hier für mich nur ein Platzhalter, ich wusste bisher gar nicht, wer das ist.

[Seine, S.H.] comics handeln ausschliesslich von dingen, die randall munroe interessieren. sie halten sich an keine konventionen, ausser denen, die er sich selbst ausgedacht hat. das ist an sich nicht wirklich radikal, sondern eine haltung, die ich mir eigentlich von jedem blogger … wünsche: dem massengeschmack … nicht nur nicht zu folgen, sondern den massengeschmack … gar nicht erst beachten. nicht nur „bloggen als würde niemand zusehen“, sondern publizieren, als wären alle so wie ich. das klingt hermetisch, ist es aber nicht, denn das jeweilige ich ist ja der welt zugewandt, aber eben fokussiert. wird diese haltung leidenschaftlich und konsequent durchgezogen, können wunderbare untrendige, unoptimierte, eigene werke entstehen, die vielleicht nicht jedem gefallen, aber den wenigen dann um so mehr.

Felix Schwenzel: „randall monroes sorgfältige radikalität“, Blogartikel vom 4. Mai 2016

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