Dubstep Week 6 of 6 | F „Spacewalker“ (2014)

Florent Aupetit aka „F“ 1  ist ein Meister des musikalischen Flows (Mihály Csíkszentmihályi). Man möchte einfach nicht, dass es aufhört. Und die Massivität der Bässe treibt einem dabei – angemessene Lautsprecher vorausgesetzt – die Tränen in die Augen. In dem Track kommt eine Technik sehr effektvoll zum Einsatz, die ich erst seit ca. 2000 kenne: Dabei werden die üblichen Synthesizer-Schwaden zwar rhythmisiert, aber unregelmäßig verzögert, so dass sie die Stupidität des Beats immer ein wenig dementieren. 2  Es mag HörerInnen geben, die das so irritiert, dass sie hier einen Fehler oder gar Dilettantismus zu hören meinen. Es handelt sich aber ganz im im Gegenteil um einen Fall von Raffinement. Alors


 

1 Dieser Künstler will offenbar nicht, dass man ihn im Internet findet.

 

2 Auch „Wet Look“ von Joy Orbison (siehe Dubstep Week 3 of 6) setzt diese Technik sehr wirkungsvoll ein.