„Improv 2014 (Peitz)“ ist draußen…

…und in HD-Qualität bei Vimeo zu streamen bzw. herunterzuladen:

„Improv 2014 (Peitz)“ ist eine 20minütige Filmdokumentation über das Selbstverständnis improvisierender Musiker, die ich mit dem Filmemacher Ralf Schuster während der diesjährigen jazzwerkstatt Peitz gedreht habe. Sie enthält Interviews mit Hamid Drake, Wayne Horvitz, Friedhelm Schönfeld und Gebhard Ullmann.

Nebenan bei Dennis Schütze gibt’s schon eine kleine Einschätzung:

Es wäre wünschenswert, dass die Filmdokumentation durch Aufführungen bei Festivals und Empfehlungen im Netz ein breiteres Publikum erreicht. Sollte für alle Musiker und Musikinteressierte lohnenswert sein, weil der Dokumentation ein seltener Einblick in eine manchmal etwas abseitig positionierte musikalische Kunstform gelingt.

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„Improv 2014 (Peitz)“ ist draußen…

FreeJazz@YouTube: Da geht noch mehr, oder?

Den markanten Holzbläser Gebhard Ullmann durfte ich während der 51. Peitzer Jazzwerkstatt kennenlernen und interviewen, was der Hauptgrund ist, warum ich untenstehendes Werbevideo hier präsentiere, denn die filmische Umsetzung von Oliver Potratz überzeugt mich nicht vollkommen. Dennoch:

Auch wenn Improvisierte Musik, was die individuelle Responsivität ihrer Akteure betrifft, ein sehr schnelles Medium ist, so entfaltet sie ihren spezifischen ästhetischen Reiz doch erst, wenn man ihr über einen längeren Zeitraum lauscht, ist sie doch – per definitionem – Musik, der man beim Entstehen zuhört.

Potratzens Bild-Ästhetik erscheint mir dafür viel zu ungeduldig und – sozusagen – gelangweilt, denn Effekt wird an Effekt gereiht, ohne dass – für mich – ein tieferer Zusammenhang zwischen Bild und Ton erkennbar wird.

Um es mal ganz grob zu formulieren: Hier wird eine hektische MTV-, bzw. ADHS-Ästhetik der sich eher inkrementell entwickelnden Improvisierten Musik übergestülpt. Das Ergebnis wird dann weder der Musik noch dem (vermutlichen) Können des Filmemachers wirklich gerecht.

FreeJazz@YouTube: Da geht noch mehr, oder?