Jonathan Kramer „Music for Piano #5“ (1980)

Mehr von dem aus unbekannten Gründen verschollenen Post-Minimalisten Kramer, der der bessere John Adams war (er verstarb 2004 im Alter von 62 Jahren): explorative und sehr attraktive Klaviermusik, postmodern im besten, also nicht-zynischen, Sinn.

Jonathan Kramer „Moments In And Out Of Time“ (1983)

Warum dieser interessante und stilistisch an John Adams erinnernde* (Post-)Minimalist meiner speziell im Falle dieses Genres doch seit vielen Jahren anhaltenden Aufmerksamkeit bisher vollständig entging, ist ein Rätsel. Die Tonqualität ist lo-fi, aber hier geht es ja vorzüglich um Entdeckung von Neuland. Die Interpretation hingegen ist in Ordnung, was ein wenig entschädigt.

Wer wenig Zeit hat: Die ersten ca. 8ʹ bilden einen großen Spannungsbogen, der dann in einem langen Streicher-Ostinato ausläuft.


* Adams‘ „Shaker Loops“ erschienen ebenfalls 1983. Wer hat hier wen beeinflusst?