«the wind» for microtonal piano (ePlayer realization)

MIDI-Editoren MidiEditor (M. Schwenk), MIDIPLEX (Stas’M), Sekaiju (kuzu), Cubase
Temperierung nach Lou Harrison (mehr dazu hier)
Microtonal MIDI Software Harmonic, PianoTuner (F. Nachbaur)
Sample-Bibliothek Yamaha CF III-Konzertflügel (Mats Helgesson)
Sample-Renderer SynthFont2 (K. Rundt)
Faltungshall [Software] Saitenresonanz eines Klaviers, ORTF-Studiohall (Urheber jeweils unbek.) [FreeverbVST3_Impulser2]

Kompositionsnotiz

Das Stück basiert auf dem PianoLog 2006-04-22. In der Original-Improv enthaltene Unregelmäßigkeiten in Anschlag und Timing wurden sorgfältigst und langwierigst manuell mikroeditiert, auf der Makroebene (Geschwindigkeit, Textur) entspricht die Komposition aber weitgehend dem Rohmaterial.

Es handelt sich um eines meiner „wüsten“ Stücke, Aggressivität wandelt sich in pianistische Motorik und so … Kann man sicher nicht „immer“ hören – aber nur einen ganz gefälligen Scheiß kann man „immer“ hören –, es empfiehlt sich demnach ein konzentriertes, mehrfaches Anhören in beruhigter Gemütsverfassung, am besten mit ein wenig Abstand (Stunden, Tage) zwischen den einzelnen Sitzungen. Wer gerade angenervt, frustriert oder leicht aggressiv ist, für den dürfte das Stück das pure Ohrengift darstellen.

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«Six Pieces» for microtonal player piano

1st piece „Pulse I“
2nd piece „2005-10-24“
3rd piece „Kanon 2012“
4th piece „2005-10-25“
5th piece: „Pulse II“
6th piece „Kadenz“

Kompositions-Software Cubase | Music Mouse (siehe Kompositionsnotiz)
MIDI-Editoren Cubase, MidiEditor (M. Schwenk), MIDIPLEX (Stas’M), Sekaiju (kuzu)
Temperierung nach Lou Harrison (siehe Kompositionsnotiz)
Sample-Bibliothek Yamaha Disklavier Pro-Konzertflügel (Zenph Studios)
Sample-Renderer SynthFont2 (K. Rundt)
Faltungshall [Software] ORTF-Studiohall (Urheber unbek.) [FreeverbVST3_Impulser2]

Kompositionsnotiz

Die Pieces 2, 4 und 6 wurden mit Hilfe der bereits 1988 erschienenen algorithmischen Kompositionssoftware „Music Mouse“ der New Yorker Komponistin und Programmiererin Laurie Spiegel (Markenname „Aesthetic Engineering“) auf einem Atari ST-Rechner erstellt, die restlichen Pieces entstanden aus in Cubase nachbearbeiteten Keyboard-Improvisationen. Die Musik erklingt in der folgenden Temperierung:

Lou Harrison, "Incidental Music for Corneille's Cinna" (1955)

 0:  1/1    0.000000 unison, perfect prime
 1: 25/24  70.672427 classic chromatic semitone, minor chroma
 2:  9/8  203.910002 major whole tone
 3:  6/5  315.641287 minor third
 4:  5/4  386.313714 major third
 5: 21/16 470.780907 narrow fourth
 6: 45/32 590.223716 diatonic tritone
 7:  3/2  701.955001 perfect fifth
 8:  8/5  813.686286 minor sixth
 9:  5/3  884.358713 major sixth, BP sixth
10:  7/4  968.825906 harmonic seventh
11: 15/8 1088.268715 classic major seventh
12:  2/1 1200.000000 octave
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«all mixed up» for microtonal piano (ePlayer realization)

MIDI-Editoren MidiEditor (M. Schwenk), MIDIPLEX (Stas’M), Sekaiju (kuzu), Cubase
Temperierung nach Lou Harrison (mehr dazu hier)
Microtonal MIDI Software Harmonic, PianoTuner (F. Nachbaur)
Sample-Bibliothek Yamaha CF III-Konzertflügel (Mats Helgesson)
Sample-Renderer SynthFont2 (K. Rundt)
Faltungshall [Software] Saitenresonanz eines Klaviers, ORTF-Studiohall (Urheber jeweils unbek.) [FreeverbVST3_Impulser2]

Kompositionsnotiz

Das Stück wurde aus dem PianoLog 2006-07-04 erwirtschaftet und ist Guido mr.boredom Zimmermann in Freundschaft gewidmet.

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«walking, stuttering» for microtonal piano (ePlayer realization)

MIDI-Editoren MidiEditor (M. Schwenk), MIDIPLEX (Stas’M), Sekaiju (kuzu), Cubase
Temperierung nach Lou Harrison (siehe Kompositionsnotiz)
Microtonal MIDI Software Harmonic, PianoTuner (F. Nachbaur)
Sample-Bibliothek Yamaha CF III-Konzertflügel (Mats Helgesson)
Sample-Renderer SynthFont2 (K. Rundt)
Faltungshall [Software] Saitenresonanz eines Klaviers, ORTF-Studiohall (Urheber jeweils unbek.) [FreeverbVST3_Impulser2]

Kompositionsnotiz

Das Stück basiert auf dem PianoLog 2007-01-25. Die Temperierung folgt einer Skala, die der us-amerikanische Komponist Lou Harrison in den 1950er-Jahren entwickelte:

Lou Harrison, "Incidental Music for Corneille's Cinna" (1956) 1/1=C

 0:  1/1     0.000000 unison, perfect prime
 1: 25/24   70.672427 classic chromatic semitone, minor chroma
 2:  9/8   203.910002 major whole tone
 3:  6/5   315.641287 minor third
 4:  5/4   386.313714 major third
 5: 21/16  470.780907 narrow fourth
 6: 45/32  590.223716 diatonic tritone
 7:  3/2   701.955001 perfect fifth
 8:  8/5   813.686286 minor sixth
 9:  5/3   884.358713 major sixth, BP sixth
10:  7/4   968.825906 harmonic seventh
11: 15/8  1088.268715 classic major seventh
12:  2/1  1200.000000 octave
dp
„Der Pianist“ (Foto: Sandra Buchner, März 2015)

Selbstbeobachtung, 8 Jahre später: Alles sehr wüst, sehr wütend, aggressiv, verstimmt, beleidigt, maßlos, impulsiv und ungerecht hingerotzt. In Worten wäre diese Musik größtenteils An/Klage, über was bzw. gegen wen auch immer. Umso notwendiger dann das abrupte Innehalten bei 04:08. Danach geht’s aber nicht minder bitter weiter. Die wörtliche Wiederholung der Eingangsphrase am Schluss wirkt wie eine sarkastische Parodie auf so etwas wie „Formwillen“. Gerade lese ich einen Artikel über „Handschrift im digitalen Zeitalter“ – und schlagartig wird mir klar, warum die Improvisation von so zentraler Bedeutung für meine Arbeit als Komponist ist, ist sie doch nichts anderes als „mit der Hand schreiben“, ein Prozess, der Körper und Geist derart integriert in Anspruch nimmt, dass immer etwas „Persönliches“, d. h. von Maschinen so nicht Simulierbares herauskommt. Das „Das-interessiert-keine-Sau“-Problem wird dadurch freilich nicht einmal berührt.

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