Vorankündigung: News from the Funky Underground

Nachdem hier vorletzte Woche mit Modajis Brasilectro-nahen Arbeiten Musik der Jahrtausendwende gefeaturet wurde, die auch schon wieder als historisch bezeichnet werden kann, werde ich kommende Woche ausschließlich Tracks präsentieren, die in oder nach 2018 publiziert wurden.

Da für mich seit der Jahrtausendwende kein neuer (sub-)kultureller Musikstil mehr erkennbar ist 1 , habe ich einfach (na ja, Arbeit war’s schon 2 ) aktuelle Sachen aus den Bereichen Techno, Dubstep und Breakbeat herausgeklaubt, die mir nachhaltige Freude bereiteten bzw. bereiten und wünsche euch in der Folge ebenfalls viel Freude damit. Nächsten Montag geht’s los.

Wer’s gar nicht erwarten kann, schaut sich bitte die Tags zu diesem Artikel an, da werden schon mal alle KünstlerInnen genannt.


 

1 Das meine ich ernst und habe auch eine Idee dazu, warum das so sein könnte. Außerdem lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber kommt mir nicht mit Grime und Trap.

 

2 Auf jeden hier präsentieren Track hatte ich ca. 10 anzuhören, die mir nicht präsentationswürdig erschienen.

Guter Techno von Move D (1 von 3): „Lush Summer Rain“ (2010)

Die nächsten drei Sonntage gibt’s hier Techno* von dem 1966 in Heidelberg geborenen David Moufang, der seit den frühen Neunzigerjahren als „Move D“ publiziert.

Im Vergleich zu Joy Orbisons ohrwurmigen Brechern wirken Move Ds Tracks verspielt, leicht, subtil und leicht verpeilt. Gelegentlich erlaubt er sich sogar die eine oder andere etwas komplexere Akkordsequenz – eine echte Rarität im sich dann letztlich doch stets immer nur an der eigenen Kargheit** berauschenden Genre Elektronische Tanzmusik.


Move D?


* bzw. [Deep] House und Ambient
** die bei weniger begabten Protagonisten mühelos sofort in Stumpfsinn umzukippen in der Lage ist