Neurosophen gesucht!

Netzwerkhaftigkeit hin oder her, auch mit dem Internet (Bildquelle: Wikipedia, Bezeichnung dort: „Internet map“) hat das menschliche Gehirn vermutlich weniger gemeinsam als bisher angenommen.

Nein, das Gehirn ist kein Computer (eh klar), aber selbst die entsprechende Metapher wird von der neurowissenschaftlichen Community mehr und mehr als irreführend abgelehnt, wie Wissenschaftsjournalist Matthew Cobb in diesem aktuellen Guardian long read erläutert, der hiermit der geneigten Weltsichtlerin zur sonntäglichen Lektüre ans Herz gelegt sei.

Außerdem haben die Damen und Herren Neurowissenschaftler zwar mittlerweile einen A. voll Daten, aber offenbar keinen Plan, was diese wohl bedeuten mögen:

As the German neuroscientist Olaf Sporns has put it: “Neuroscience still largely lacks organising principles or a theoretical framework for converting brain data into fundamental knowledge and understanding.”

Und weiterhin:

It can be argued that there is no possible single theory of brain function, not even in a worm, because a brain is not a single thing. (Scientists even find it difficult to come up with a precise definition of what a brain is.)

M. a. W.: Neurosophen an die Front, die Neurowissenschaften brauchen dringend eine Theorie des Denkens / der Kognition / der Wahrnehmung / des Bewusstseins / der Emotionalität / des Willens / des Wissens / des Vergessens / der Intentionalität / der Erkenntnis / der Subjektivität  etc., die der erwirtschafteten Datenflut Sinn zu geben in der Lage ist!

Hier nochmal der Link zum Artikel.

Und nächste Woche dann wieder animierende Musik und Animierte GIFs.