Ralf Schuster: „Tagebau“ (2020)

Mein Freund und Co-Blogger hat zwei ebenso monumentale wie „total konsum- und CO2-kritische“ (Selbstbeschreibung) Zeichnungen in seinem Blog „Schuster/Weghardt/MultiPop“ publiziert, hier ist die erste in aller Pracht, die andere am kommenden Montag. Wie stets bei Ralf, ist das nicht „nur“ eine Zeichnung, sondern, wenn man will, auch ein Film. Er entsteht, wenn man die Bildrolle von unten nach oben scrollt. Die zweite Arbeit dann am kommenden Montag.

9-11 re-designed

Am 11. September 2001 erschien mir während des vergeblichen Versuchs, Manhattan zu verlassen, ein Werbeplakat plötzlich in ganz anderem Licht, also machte ich dieses Foto.

Vor ziemlich genau 18 Jahren wurden Ralf Schuster und ich versehentlich Zaungäste der Weltgeschichte, denn am 11. September 2001 weilten wir als stinknormale Touristen in Manhattan, New York, New York, USA. Wir logierten im längst nicht mehr existierenden „Gershwin Hotel“, was unser Glück war, denn das lag so weit vom Ground Zero entfernt, dass bisher keiner von uns an Asbestose oder Ähnlichem verstarb. Andere hatten dieses Glück nicht.

Nun habe ich unsere Nine Eleven Memorial Page neu gestaltet. Von Ralf gibt es einen experimentellen Dokumentarfilm mit meiner Musik, von mir eine Slideshow, zwei Essays und noch mehr Musik. Schaut rein, wenn ihr Zeit und Muße habt! Kommentieren kann man dort nicht, aber hier schon.

Die Slideshow könnt ihr allerdings auch gleich von hier aus betrachten. Die meisten Bilder sind die üblichen Touristenfotos von Hochhäusern, nur 2, 3 Aufnahmen haben direkt mit dem 11. September zu tun. Das entspricht allerdings genau unserer damaligen Wahrnehmung: Ein disruptives, eigentlich inkommensurables Ereignis überwölbte ankündigungslos unsere „banale“ (R. Schuster) Touristenexistenz.

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Aus dem fahrenden Zug gefilmt (2 Beispiele)

Verantwortlich für Bild und Ton zeichnet die Künstlerin Tentenko aus Japan, das Werk heißt „Parade“, ist von 2019 und für meinen Geschmack zu kurz:

Ralf und ich konnten uns vor 13 Jahren nicht auf zweieinhalb Minuten beschränken! Nun gut, es ging ja auch um Cottbus und nicht um Japan. „No Go Area“, der Titel unseres Werks, erschien mir damals recht gewagt, heute kommt er mir angesichts grassierender rechter Gesinnung in dieser Stadt auf traurige Weise prophetisch vor:

Schuster in: – Madagaskar

Mein geschätzter Co-Blogger Ralf Schuster weilt derzeit für Dreharbeiten im fernen Madagaskar, den Fotografen Frank Paul (und vermutlich weitere, mir unbekannte PersonInnen) begleitend. Frank führt, wie sich das heutzutage gehört, ein entsprechendes Reiseblog mit teilweise herausragenden Fotografien. Hier ein Schnappschuss der beiden (FotografIn unbek.):

Frank von hinten, Ralf guckt skeptisch (wie üblich).