Von der Alternativlosigkeit des Ad-Blockings

Einer muss sie ja machen, die Drecksarbeit. CCC-Boss Rieger hat sich mit Thorsten Schröder zusammengetan und es einfach erledigt. Die beiden erklären und belegen detailliert, warum die Verwendung eines Werbeblockers derzeit ein Gebot der Vernunft ist.

Definitiv nicht spannend, aber lehrreich und in den technischen Details – speziell für den nicht-technikaffinen Internetnutzer – streckenweise erschreckend.

Full disclosure: Ich verwende derzeit uBlock Origin für Chrome, vorher jahrelang AdBlock und ganz früher Proxomitron.

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Von der Alternativlosigkeit des Ad-Blockings

Cargo-Kulte des 21. Jahrhunderts

Hätte Oswald Wiener eine etwas andere Sozialisierung erfahren, er hieße vielleicht Gunter Dueck. Was die beiden eint, ist ein mathematisch-quantifizierender Blick auf Menschlich-Allzumenschliches, den sie nur mit Hilfe von abgründigem Dauersarkasmus aushalten – was nicht wenige immer wieder als Zynismus bzw. Menschenverachtung fehl-interpretieren.

Berufsredner Dueck hat ein Timing, eine Rhetorik und eine Art und Weise, seine Stimme einzusetzen – seine abrupte Dynamik ist ebenso singulär wie effektiv -, um die ihn mancher Stand-up-Comedian beneiden würde, gäbe es denn einen Stand-up-Comedian, der von der Existenz Duecks wüsste („Ej mir is schon der Lesch zu langweilig mit seinem Physiker-Geschwalle und jetzt soll ich mir auch noch ’n Mathematiker anhören? No way, Alter!“). Aber vielleicht irre ich hier?

Solange sich die re:publica subtile Hofnarren wie Dueck leisten kann und will, gebe ich sie – trotz gefühlt 1.000 sonstiger Vorträge à la „Unsere wunderbare neue Technik-Welt [RednerIn gefördert von Microsoft / Apple / Cisco / …]“ – noch nicht verloren.

Und jetzt mal den Kopf ein wenig auf die Seite kippen, damit die Hirnmasse zusammenlaufen kann. Liebe Kinder, gebt fein acht, der Onkel Gunter hat euch etwas mitgebracht:

Cargo-Kulte des 21. Jahrhunderts