re:publica 2018: Die Nachtseite Sozialer Medien

Der Journalist Richard Gutjahr berichtet über seine traumatisierende Erfahrung mit einem Shitstorm antisemitischer Verschwörungstheoretiker, dem er und seine Familie ausgesetzt waren – und wie er sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen konnte:

Den von Gutjahr im Interview kurz erwähnten TED-Talk zum selben Thema hat er vergangenen Oktober in Marrakesch gehalten und hier ist er:

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re:publica 2018: Lobo preist den Sozialliberalismus

Zweifellos einer der begabtesten politischen Redner meiner Generation.

„Sozialliberalismus“ klingt retro, ist aber nicht so gemeint. Lobos Rede als ganze ist lohnend…

…aber ich möchte diesmal zusätzlich von der Funktion Gebrauch machen, nur Teile eines YouTube-Videos einzublenden. Es mag ja interessierte Weltsicht-LeserInnen geben, die grade keine Stunde Zeit haben.

Schnipsel 1 (knapp sechs Minuten) Was für Genießer – „Lob des Spahn“:

Schnipsel 2 (knapp  dreieinhalb Minuten) Faszinierend, dass doch wieder auf den alten Wiesengrund referiert werden muss. Um ihn scheint derzeit wirklich absolut niemand herumzukommen:

Schnipsel 3 (ca. drei Minuten) Rechtsgewordene ehemalige Linksintellektuelle – mir fallen hier Norbert Bolz, Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski ein, von denen Lobo aber keinen explizit erwähnt – kriegen ihr Fett weg:

re:publica 2018: Vernünftiges von RD Precht zur digitalen Lage der Nation

Es war einmal wieder re:publica* und wie seit nun schon einem halben Dezennium üblich, präsentiere ich ausgewählte Beiträge in der Weltsicht. Dafür haben sich Philip Banses Kurz-Interviews mit re:publica-ReferentInnen als mitunter geeigneter als deren eigentliche Vorträge und Vorträginnen erwiesen. Das liegt natürlich vor allem an Banses Blitzgescheitheit und umfassender Informiertheit, die an dieser Stelle einmal ausführlich gelobt sei. Wir brauchen mehr Banses!

Richard David Precht als Person mag ich nicht, ohne das rational begründen zu können (es ist also ungerecht und ich darf sowas nur als Blogger äußern, als Journalist dürfte ich es nicht). Inhaltlich kann ich seinen folgenden Aussagen aber nur in aller Breite und Tiefe zustimmen, v. a. seiner Erkenntnis, dass die SPD für das bedingungslose Grundeinkommen sein muss, wenn sie demnächst überhaupt noch sein will.


* Die Veranstaltung begann 2007 als „Bloggertreffen“ und hat sich mittlerweile zur „Gesellschaftskonferenz“ (Ph. Banse) gemausert.