„science fiction“ – Mini-Reihe mit elektroakustischen Rekompositionen


Unter dem reißerischen Titel „science fiction“ gibt’s hier die kommenden drei Samstage jeweils eine brandneue Komposition Elektroakustischer Musik aus dem Geiste des Retrofuturismus („Yesterday’s Future“). Dabei haben mich sowohl typische Gestaltungsmittel der klassischen Elektronischen Musik der Nachkriegszeit wie Ringmodulator, Vocoder und Bandschleife inspiriert, als auch mein juveniles, aber nie so ganz verflossenes Interesse für Weltraumromantik (was v. a. in der Gestaltung der Stücktitel durchbrach).

Als akustisches Basismaterial dienten eigene Klangabfälle aus den Nullerjahren, die ursprünglich mit dem Hardware-Klangmodul Edirol SD-90, dem Plugin Elottronix (Bandschleifensimulator) und dem Software-Synth ChaoSynth geschaffen wurden.

Die Stücke sollten „kurz“ (eigene Notiz) sein und wurden schließlich zwischen knapp vier und siebeneinhalb Minuten lang, also nicht wirklich „kurz“, aber auch keine Klopper.

Geplant war, „bunte, systemische, heitere, verspielte und unterhaltsame“ Musik (eigene Projektnotiz) zu erschaffen und das ist im Großen und Ganzen auch gelungen.

Viel Spaß beim „Rauschen & Lauschen“ (H. Czukay) wünscht von Herzen allen geneigten WeltsichtlerInnen

der Blogbetreiber

Werbeanzeigen

M4P07-17 | For La Monte Young, 2016 [The Well-Tuned Album, #1]

Das Pianogramm dieser Komposition (ist hier nicht ganz korrekt, da die Subbässe des Imperial-Flügels nicht mit abgebildet sind).

Mehr zu diesem Klavierstück.

Wenn du die Weltsicht unterstützen möchtest, erwirb einen Download meiner Musik im WeltsichtWebShop oder sende mir ein Buch von meinem Wunschzettel.

Aus dem fahrenden Zug gefilmt (2 Beispiele)

Verantwortlich für Bild und Ton zeichnet die Künstlerin Tentenko aus Japan, das Werk heißt „Parade“, ist von 2019 und für meinen Geschmack zu kurz:

Ralf und ich konnten uns vor 13 Jahren nicht auf zweieinhalb Minuten beschränken! Nun gut, es ging ja auch um Cottbus und nicht um Japan. „No Go Area“, der Titel unseres Werks, erschien mir damals recht gewagt, heute kommt er mir angesichts grassierender rechter Gesinnung in dieser Stadt auf traurige Weise prophetisch vor:

«Meltingbells (Soundscape 35)», 2019

Spektrogramm der Komposition, erstellt mit Sonic Visualiser

Audiomaterial Am 15. Februar diesen Jahres schüttelte ich ein Paar tibetischer Glöckchen in der Musikinstrumentensammlung der Uni Würzburg und der Kustos schnitt das dankenswerterweise mit.
Audio-Editor Dark Audacity
Audio-Effekte Change Pitch, Change Tempo (Audacity Built-In); Chimes Delay, Low-Pass Filter, Pitch Modulator (David. R. Sky)
Faltungshall keiner

Kompositionsnotiz

to do

Wenn du die Weltsicht unterstützen möchtest, erwirb einen Download meiner Musik im WeltsichtWebShop oder sende mir ein Buch von meinem Wunschzettel.

Spinoza, Gott & die Welt (3 von 6)

Spinoza argues that substances are conceptually, and hence causally, isolated from one another. He infers from this that substances cannot be caused to exist or be prevented from existing by any other substance. But since all existing substances must nonetheless have causes and reasons for their existence, the fact that a substance exists must be explained entirely by the substance itself. That is, all existing substances must be self-caused and hence self-explained.

Samuel Newlands: Spinoza’s Modal Metaphysics | plato.stanford.edu 2018-09-14

Spinoza als Konstruktivist: Die „sich selbst genügende“ Substanz, die keine anderen Substanzen neben sich duldet.

Spinoza, Gott & die Welt (2 von 6)

If causal relations are conceptual relations, and if conceptual relations are paradigms of explanation, then to give an account of an object’s existence in terms of its causes is to explain the fact that it exists in just the way the principle of sufficient reason demands.

Samuel Newlands: Spinoza’s Modal Metaphysics | plato.stanford.edu 2018-09-14

Kausale Beziehungen sind begriffliche Beziehungen – das verbindet Spinoza mit Wittgensteins Diktum: „Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen.“ Es gilt auch andersrum: Eine vermeintliche Kausalität, für die es aber keine begriffliche Entsprechung gibt, ist nicht ausreichend begründet.