Quitten, 2010

Kann man denn ein Bild verneinen? Nein. Und darin liegt der Unterschied zwischen Bild und Satz. Das Bild kann als Satz dienen. Dann tritt aber etwas zu ihm hinzu, was macht, daß es nun etwas sagt. Kurz: Ich kann nur verneinen, daß das Bild stimmt, aber das Bild kann ich nicht verneinen.

Ludwig Wittgenstein: Tagebücher 1914–1916, Eintrag vom 26.11.1914 (Ausschnitt; Betonungen im Original)

Kommentardarstellung

Habe eben die verlaufsorientierte Kommentardarstellung mit einmaliger Einrückung (threaded nested comments 2 levels deep) re-aktiviert. Scheint mir nun doch definitiv (naja…) die übersichtlichere Lösung zu sein. Bitte um Rückmeldung, falls euch das nicht so erscheint, danke 🙂

Handlauf, 2010

Die Formvollendetheit dieses trivialen Alltagsobjekts lässt mich an die Bedeutung des ästhetischen Blicks beim frühen Wittgenstein denken:

Ist das das Wesen der künstlerischen Betrachtungsweise, daß sie die Welt mit glücklichem Auge betrachtet?

Ludwig Wittgenstein: Tagebücher 1914–1916, Eintrag vom 20.10.1916 (Ausschnitt)