Swanson über Wallace

Yet the paradox of Wallace’s own fiction, as Konstantinou argues, is that while it sought to defend the spiritual advantages of belief, it never adumbrated a doctrine of values that might be worth espousing in the first place. His idealism was a form without substance, an elegant but empty frame. […] Because Wallace fails to enunciate concrete values by which his readers should live, his commitment to postironic belief strikes Konstantinou as fleecy and abstract, “more concerned with overthrowing the rule of a particular type of person, the ironist, than with changing the institutional relations that facilitated the rise to this type.”

Barrett Swanson: Act Naturally: Pretentiousness, Coolness, and Culture. In: Los Angeles Review of Books 2016-08-15

Swanson über Wallace

«Sonate 2009» für Klavier (ePlayer-Realisierung)

  1. Satz „Far“
  2. Satz „Unkraut“
  3. Satz „Invention“

ODER die ganze Sonate in einer Datei

Soundfont Steinway Deaton
Sample Player sforzando 1.877
Faltungshall Schellingwoude

Kompositionsnotiz

Die der Sonate zugrundeliegenden Keyboard-Improvisationen entstanden allesamt im September 2009. Der Charakter der Sätze 1 und 3 ist dem des 2. Satzes gänzlich entgegengesetzt. Sie klingen weich, fließend und „romantisch“, während der doppelt so lange 2. Satz karg, spröde und erratisch daherkommt. Daher auch sein Name „Unkraut“, der hier jedoch nichts Abwertendes haben soll, sondern nur auf eine gewisse struppige Ungekämmtheit und wenig einladende Zerstreutheit hinweisen möchte. Satz 1 „Far“ wird von Arpeggien dominiert, während Satz 3 „Invention“ eher konstruktivistischen Charakter hat.

«Sonate 2009» für Klavier (ePlayer-Realisierung)

Zig Gron: „Konflikt“ (2008)

Über den Autor dieser zeitlos schönen, tief sarkastischen, aber nicht zynischen Arbeit zum deprimierendsten Thema der Menschheit, der sich auf Vimeo „zig gron“ nennt, weiß ich nichts. Die Audio-Umsetzung ist beispielhaft. 5 von 5 Sternen. Enjoy:


„Konflikt“ hat mich strukturell an den Animationsfilm „Eine Begegnung, wie sie kommt und geht“, den ich zwei Jahre vor zig grons Werk mit Ralf Schuster fabriziert habe (Schuster: Bild, Hetzel: Ton), deswegen bringe ich ihn hier nochmal:

Zig Gron: „Konflikt“ (2008)

Michael Seemann über Eigentum, den Staat und die Plattformen

seemann3_EDITIn diesem faszinierenden Text arbeitet der Berliner Netztheoretiker heraus, welche nicht-kapitalistischen Züge der Plattformökonomie es sind, die eine Transformation der kapitalistischen Weltordnung bewirken könnten bzw. unter der Hand bereits bewirkt haben. Dabei scheut er nicht dafür zurück, eine Alternative zur Marx’schen Arbeitswerttheorie sowie zur Grenznutzentheorie der klassischen Schule vorzuschlagen:

Der Preis einer Sache wird von demjenigen festgelegt der Verfügungsgewalt über die Sache hat.

Ich kann nicht behaupten, Seemanns Gedanken, ganz zu schweigen von ihren Implikationen, komplett verstanden zu haben bin, aber der Überzeugung, dass er auf dem richtigen Weg in Richtung eines großräumigen Gedankenmodells (=Theorie) der Gegenwart ist.

Michael Seemann über Eigentum, den Staat und die Plattformen