Software der Woche : KW 30 : CintaNotes

Wer nach gehaltvollen Artikeln im Netz sucht und nicht nur lesen, sondern auch Abschnitte aus ihnen markieren will, um diese später an geeigneter Stelle samt korrekter Quellenangabe irgendwo zu zitieren, kennt das Problem: Wie und wo die Links speichern, ohne die Übersicht zu verlieren?

Alexander Schachramanjans Software CintaNotes löst dieses Problem für mich seit Jahren sehr zufriedenstellend:

CintaNotes bei der Arbeit: Im Internet gefundener Text (hellgrau rechts unten) lässt sich mit Ctrl+F12 in die Software kopieren, wobei sich CintaNotes den Link merkt (hier: motherboard.vice.com). Weiterhin lässt sich jedem so gespeicherten Textschnipsel ein Schlagwort zuordnen, um ihn später leichter wiederzufinden (Spalte ganz links).

Mittlerweile verwende ich CintaNotes auch, um Zitate aus eBooks zu katalogisieren, was noch besser funktionieren würde, wenn es endlich ein plattformunabhängiges Protokoll für Positionsangaben in eBooks gäbe*. So bleibt einem nur übrig, unter „Remarks“ Sachen wie „Kapitel 5, Abschnitt 34“ einzutragen 😦

Es existiert auch eine Bezahlversion der Software, aber die kostenlose Variante ist für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend und Schachramanjan bombardiert einen auch nicht mit Spam, nach dem man sie heruntergeladen hat (also zumindest mich nicht).

Veröffentlicht von Alexander Schachramanjan
Getestet unter Windows 7 Home Premium Service Pack 1 64-Bit
Download Location http://cintanotes.com/download/
Nerdizität (0 – 10) 3
Preis kostenlos


* Ein Desiderat, auf das nicht oft genug hingewiesen kann, liebe Industrie! Einigt euch, bei MIDI hat’s ja auch irgendwann geklappt.

Damit endet die montägliche Reihe "Software der Woche". Hier eine Auflistung aller Artikel. Wie hat euch die Reihe gefallen?

Software der Woche : KW 30 : CintaNotes

„Wer schreit, hat Recht. Über Polemik“ (Kreidler 2016)

http://www.kreidler-net.de/theorie/kreidler__ueber_polemik.pdf

Schöner kleiner, an Hegel (!) geschulter Essay des Berliner Komponisten, der vielen Fragen zum Thema „Polemik im ästhetischen Diskurs“ zeitlos auf den Grund zu gehen versucht. Zum auch mich hier in der Weltsicht stets umtreibenden Problem von „subjektivierter“ und „objektivierter“ Darstellung der eigenen Arbeit heißt es dort:

Man kann wohl nicht vollkommen transparent, offen, nackig sein. […] Insofern leben wir in der bewegten und bewegenden Welt der … Ausbuchtung, was eigentlich ins Innere ginge …

Dem kann ich nur zustimmen, solange eine derartige Ausbuchtung nicht die Grenze zum Justiziablen überschreitet, denn dann könnte sie tatsächlich ihr Gegenteil, nämlich Einbuchtung, zur Folge haben.

„Wer schreit, hat Recht. Über Polemik“ (Kreidler 2016)