Drum and Bass, the Codebreaker (1 of 3): „Transamazonia“ (1996)

Drum and Bass als Musik-Konzept war dahingehend ein codebreaker, dass hier erstmals innherhalb der sample-basierten Clubmusik Instrumental-Tracks auftauchten, die auf synkopischen Beats aufbauten. Bis dahin (frühe 1990er-Jahre) lautete der Code: Wenn 4-to-the-floor, dann Disco bzw. Techno / House, wenn synkopische Beats, dann als Hintergrund für die mehr oder minder sozialkritischen Textmassen von ausdruckstrunkenen HipHopperInnen. (Fortsetzung folgt)

Der Track heißt „Transamazonia“ und ist von LTJ Bukem. Es handelt sich um einen Remix des gleichnamigen Tracks von The Shamen.

Wer war Vilém Flusser? (2 von 2)

Der Ton des folgenden Mitschnitts einer Vorlesung an der Uni Bochum im Jahr 1991 ist am Anfang katastrophal, bessert sich aber schon nach wenigen Sekunden ganz erheblich. Das Video habe ich so eingerichtet, dass es bei 0:24 beginnt, vorher kommt lediglich die Einleitung des Gastgebers.

Im Vortrag geht es nicht im engeren Sinn um Medienphilosophie, sondern um Geistesgeschichte 1 . Die Art und Weise, wie Flusser das platonische, das jüdisch-christliche, das kartesianische und schließlich das kybernetische (mein Begriff) Menschenbild in ca. 35 Minuten skizziert, muss jede/n begeistern, der intellektuelle Brillanz liebt. What a spirit!

Der auf mich hier zwar kauzig, aber vital und alert wirkende Philosoph war zum Zeitpunkt dieses Vortrags 71 Jahre alt. Noch im selben Jahr wurde er Opfer eines Verkehrsunfalls.


 

1 Dieser Begriff war Flusser allerdings zuwider, er sprach lieber von „Kommunikologie“. Aber das ist eben auch so ein Flusser-Begriff, der sich nicht durchgesetzt hat.