Weltsicht aus der Nische

Bürger, Musiker, Komponist (autonom, aber vernetzt)

«punish me! [ambient 07]»

Samples: SC-88 Pro, Algorithmen: MusiNum, Entstehungsjahr: 2000 / electronica

Barbara Wittmann über Berlin als intellektuelles Korallenriff

Durch die Vervielfältigung der Projekte … ist in Berlin ein intellektuelles Korallenriff entstanden, das … in der ganzen Welt seinesgleichen sucht. Allerdings hat die neue Dimension … zwar … die Professionalisierung der jungen Forscher … , [nicht] aber die Theoriebildung im eigentlichen Sinn … befördert. [...] Die … Entgrenzung des Fachs Kunstgeschichte und die damit einhergehende Erschließung eines immensen Korpus von Bildern der verschiedensten … Materialität … wird begleitet von einem auffälligen Vakuum an theoretischen … Reflexionen darüber, wie man dieses Zoos von aktuellen und uralten, steinernen und digitalen, bewegten und unbeweglichen, buchstäblichen und metaphorischen … Objekten eigentlich methodisch Herr werden soll.

Quelle: Texte zur Kunst 94, Juni 2014, S. 105 – 107

Barbara Wittmann?

WMWÜ, 2014

WMWÜ, 2014

Now available: Homepage Klarenz Barlow

barlow_califorhinia_brownTatsächlich hat der “internationale Komponist” Klarenz Barlow jetzt eine “richtige” Homepage – sie hat noch Lücken, aber immerhin. Es gibt sogar einen Update-Feed (siehe Blogroll).

Johannes Kreidler: “Audioguide”

Kreidlercollage für das Programmheft von «Audioguide»

Eine besonders gelungene, vor Sarkasmus triefende Collage Johannes Kreidlers für das Programmheft von «Audioguide»: Wie lässt sich der 11. September als «Neue Musik» vertonen? Jedenfalls *muss* das Zahlenverhältnis 9:11 *unbedingt* in der Partitur vorkommen!

Am Montag, den 4. August wird Johannes Kreidlers neue Musiktheaterproduktion “Audioguide” in Darmstadt das Licht der Welt erblicken. Nach Auskunft des Komponisten handelt es sich dabei um “eine inszenierte Talkshow über ästhetische Effekte des Terrorismus, turbokapitalistische Kunstproduktion, hypermoderne Zahlen, Musikpsychologie, Feminismus, die Kreisbewegung, Hass auf Altes, Sozialnetzwerkdiskussionen politischer Kunstaktionen, Schönheitsideale, Waldgang, Geld, virtuelle Fremdarbeit, Macbeth, Stockhausen, Derrida und die funktionale Differenzierung der Gesellschaft.” – Hm, fehlt noch was?

Die Aufführung wird 7(!) Stunden in Anspruch nehmen, was aber, so Kreidler, aufgrund des klanginstallations-artigen Charakters einiger Passagen (will sagen: mitunter passiert längere Zeit nichts Szenisches, weil “nur” Audio- oder Videoeinspielungen laufen) dann seinen Schrecken schnell verliert. Bayreuth-artiges Dauersitzen ist nicht erfoderlich: “Ein- und Ausgehen ist möglich.”

Also hingehen, eingehen und ausgehen, wer kann!

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