Eggert über KunstmusikkomponistInnen und Politik

Es reicht nicht, Klänge auszuloten,
droht die Herrschaft von Idioten!

Moritz Eggert: Mahnung an Frankreich (Bad Blog of Musick 2017-05-07)

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Eggert über KunstmusikkomponistInnen und Politik

Moritz Eggert: „Aggro“ für Altsaxofon und Klavier (2014)

Sehr farbenfrohe, quicklebendige und sozusagen umherschweifende Komposition von Moritz für Altsaxofon und Klavier, klasse gespielt:

… & Improvisierte Musik von Markus Zitzmann und mir aus dem Jahr 2008. Exakt gleiche Besetzung und Stücklänge (!), da lohnt der Vergleich:

Stellt sich die Frage: Wie nahe können sich Komposition und Improvisation eigentlich kommen? Hier – so mein Eindruck – geradezu verwirrend nah 😉 Was meint ihr?

Moritz Eggert: „Aggro“ für Altsaxofon und Klavier (2014)

Eggert über Neue Musik und Publikum

Tatsächlich ist es vollkommen unerheblich, ob Neue Musik irgendjemandem gefällt … , solange sie nur geschickt die Tabuzonen aktueller interner Ästhetiken umschifft und eine bestimmte Qualität der Machart ausweist.

Moritz Eggert: „Wer mag eigentlich Neue Musik?“, Blogartikel vom 20. November 2016

Vgl. dazu auch mein Statement zu diesem Thema im Interview mit D. Schütze aus dem Jahr 2013.

Eggert über Neue Musik und Publikum

Satieggert

SatieggertMoritz Eggert vermeldete am 18. Januar gewohnt launig die Gründung einer internationalen Erik-Satie-Gesellschaft (ESG), der er natürlich selber angehört. Das Photo rechts (ok, ich hab’s bearbeitet) zeigt Prof. Eggert während seiner angemessen performativen Huldigung des Meisters aus Honfleur.

Dass die Gründungsveranstaltung im lauschigen Kurörtchen Königsfeld im Schwarzwald, einem „Zentrum der Herrnhuter Brüdergemeine“ (Wikipedia) und nicht etwa in Honfleur oder gar in einem Pariser Bordell stattfand, wirkt zwar zunächst rätselhaft, kann aber auch als durchaus gelungene willkürliche Irreführung ganz im Sinne des dem Dadaismus nahestehenden Satie begriffen werden.

Die Aktivitäten der ESG werden zu beobachten sein. Ich wünsche der Unternehmung, was immer sie vorhaben mag, von Herzen den bestmöglichen Erfolg!

Satieggert

Moritz Eggert: „Darmstadt Style“

Der wackere eKomponist Moritz Eggert hat weder Kosten noch Mühen gescheut und ein wirklich geist- und temporeiches anti-populistisches musikalisches Manifest in Form eines pseudo-populistischen YouTube-Videos produziert (mit sich selbst in der Hauptrolle):

Der Text featuret nahezu alle Demütigungen, denen sich ein eKomponist von Menschen, die sich nicht für Kunstmusik interessieren (also ca. 99,65% aller Hörer), so ausgesetzt sieht – und tritt sie alle in die Tonne (also die Demütigungen jetzt, nicht die Hörer)!

Meine Lieblingspassage:

New Music, Modern Music, how do you do
I never wash my hair and Birkenstock is my shoe
I’m always wearing black and I smell kind of strange
but I do know the contrabass clarinet’s range

Aber Eggert wäre nicht Eggert, enthielte die Travestie des Videos nicht einen doch recht grimmigen Subtext. Und der lautet m. E.: „Wer komponiert, ist ein Idiot.

Moritz Eggert: „Darmstadt Style“