Witty re-designed und einige eigene Gedanken zu L. W.

Wittgenstein als Street Art, flankiert von zwei sog. „Hasenenten“, die das Phänomen des Gestaltwechsels bzw. der Multistabilität symbolisieren. Das Bild dient meinem Wittgenstein-Glossar seit 17 Jahren als Logo und ich finde es immer noch witzig. 1 

Meiner seit 2002(!) pausenlos verfügbaren Seite L. W.? – – – L. W.! Ein Glossar zentraler Begriffe der Philosophie Ludwig Wittgensteins (1889-1951) habe ich jüngst ein paar kleine, aber markante gestalterische Updates – neue Farben, abgerundete Ecken, sowas – verpasst. Vielleicht ein Anlass, mal reinzusehen?

Ich habe mir damals Mühe gegeben, die Artikel so klar und einfach wie möglich zu formulieren, ganz getreu dem Diktum des Meisters „Was sich überhaupt sagen läßt, läßt sich klar sagen.“ – an das er sich freilich kaum je selber hielt, der Schlingel! Kurz gesagt, wer Wittgenstein beim Wort nimmt, hat schon verloren und wird ihm nicht einmal ansatzweise gerecht.

Der US-amerikanische Philosoph C. Sartwell attestierte L. W. jüngst auf standpointmag.co.uk gar einen ausschließlich destruktiven Einfluss auf die Philosophie als akademischer Disziplin. Denken und Argumentation des Österreichers entbehrten bei genauem Hinsehen jeglicher Konsistenz. Dennoch schaffte er es – interessanterweise post mortem ungleich erfolgreicher als zu Lebzeiten – immer wieder, trotz oder gerade wegen seiner erratischen Gedankenführung auch akademisch arbeitende PhilosophInnen für sich zu interessiern. Was für letztere, so Sartwell, nicht selten fatale berufliche Folgen zeitigte. Denn angesichts der Zerfahrenheit von Wittgensteins Texten ist es nahezu unmöglich, ihn rein werkimmanent zu verstehen. Also, so Sartwell, kam es, wie es kommen musste:

Wittgenstein has been more of a cult than an argument (…). [His] followers know he is right; the only difficulty is knowing what he meant.

Und Sartwell hat recht! Meiner Erfahrung nach fallen L. W.s Gedanken tatsächlich in sich zusammen, je genauer man sie sich anschaut – allerdings auf faszinierende Art. Sie scheitern ausgesprochen erhaben, m. E. aber nicht aus intellektueller Koketterie bzw. irgendeinem „Stilwillen“ heraus oder gar aufgrund eines schrägen Konzepts – dafür war L. W. viel zu ernsthaft –, nein, der Mann konnte sich meiner Meinung nach wirklich nicht „normal“ ausdrücken. Und er hat, soviel ist klar, zeitweise entsetzlich unter diesem Unvermögen gelitten.

M. E. war L. W., zumindest in seiner ersten Philosophie (Tractatus), gerade deshalb so von Logik besessen, weil sein Denken eben von Haus aus disparat, impulsiv, irrational, d. h. un-logisch war. Dass sich so einer von Logik angezogen fühlt, ohne dabei selbst je zum Logiker zu werden, ist für mich, äh, logisch (Entschuldigung).

Niemand kann heute sagen, ob L. W. Asperger, ADHS oder sonst eine mehr oder minder subtile geistige Behinderung (ja: Behinderung!) hatte, aber diese postume Ferndiagnose würde tatsächlich vieles einfacher machen. Es würde vor allem dem komplett kontraproduktiven „Genie“-Geraune evtl. endgültig den Garaus machen und L. W.s obsessiv-repetitives Gestammel endlich als das auffassen, was es ist: Teilweise brilliante und – entsprechende Disposition der LeserIn vorausgesetzt – inspirierende Gedankensplitter eines überdurchschnittlich intelligenten erkenntnis- und sinndurstigen Eigenbrötlers mit ziemlich mittelgroßem kognitivem Handicap.

Für traditionelle akademische Philosophen wäre eine solche Diagnose vermutlich willkommener Anlass für die finale Exklusion L. W.s aus dem Kreis ernstzunehmender Denker. Für Künstlertypen wie Thomas Bernhard, Steve Reich oder Joseph Kosuth freilich fing und fängt es da erst an, interessant zu werden. Nicht, weil sie Freude an der Chaotik L. W.’scher Gedankenführung hätten, sondern weil diese Chaotik im Wittgenstein’schen Sinn zeigt, was nicht verbalisiert werden kann: ästhetisches, mystisches, religiöses und ethisches Empfinden.

Dass sich tatsächliche, zumindest tendenziell apollinisch in sich ruhende Logiker wie Bertrand Russell von L. W. so irritieren ließen – und am Ende an der Nase herumgeführt fühlten, als Wittgenstein gar kein Interesse daran zeigte, eine eigene logikbasierte Philosophie zu formulieren –, ist in meinen Augen keine Schuld Wittgensteins, sondern eines seiner größten Verdienste. Und dafür, dass Russell diese Irritation, so Sartwell, nicht produktiv machen konnte (Stimmt das eigentlich? Immerhin war er eine der wichtigen Stimmen des Pazifismus in der Mitte des 20. Jahrhunderts), kann Wittgenstein ja nun wirklich nichts.


 

1 Das Gegenteil von Multistabilität ist übrigens nicht In-, sondern Hyperstabilität.

Eine alternative Spieltheorie frei nach Wittgenstein

Peter Limbergs Podcast „Intellectual Explorers Club“ habe ich hier ja bereits Mitte März empfohlen, nun hat mich die Ausgabe vom 3. Juni besonders fasziniert, in der der kundige und aufmerksame Host den emeritierten New Yorker Philosophen und Religionswissenschaftler James P. Carse zu Gast hatte. Letzterer hat offensichtlich bereits Mitte der 1980er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein relativ populäres Buch namens Finite and Infinite Games verfasst, das – wie der greise Autor nicht ohne Stolz bemerkt – mittlerweile sogar ins Vietnamesische übersetzt wurde. Mir war es bisher leider noch nicht begegnet.

Der junge Wittgenstein im nassen Regenmantel

Interessanterweise ist der Ausgangspunkt von Carses Buch die wohlbekannte Ansicht des späten Wittgenstein, Sprache als Ganzes sei ein Spiel, dessen Regeln sich aber erst allmählich während ihres Gebrauchs, also beim Sprechen, herausbilden. Doch kaum sind die Regeln festgelegt, kommt sogleich eine neue Sprecherin herbei und modifiziert, verbietet, fügt an, stellt um, erweitert, deutet um etc. Darauf müssen die anderen, ob sie das wollen oder nicht, reagieren. Eine schöne englische Formulierung, die diesen Feedback-Prozess bündig zusammenfasst, ist making the rules as we go along – wir beginnen irgendwo und enden irgendwo anders, je nachdem, was die Lage erfordert. Mit Zufälligkeit oder Nach-Lust-und-Laune-Spielen hat das nur gelegentlich zu tun. Die Grammatik einer Sprache im Wittgenstein’schen Sinn ist im permanenten Werden und Vergehen begriffen – und das endet erst, wenn der letzte Sprecher den Löffel abgegeben hat.

James P. Carse (*1932)

Dieser Wandel der Sprache in ihrem Gebrauch, so Carse, sei ein gutes Modell eines unendlichen Spiels (infinite game), dem er das weitaus bekanntere Modell des begrenzten bzw. endlichen Spiels (finite game) gegenüberstellt, um das es in John Nashs Spieltheorie – populär geworden durch das Biopic „A Beautiful Mind“ (2001) mit Russell Crowe als John Nash – geht.

Carse interessiert sich – berufsbedingt – vor allem für Religion als angeblich paradigmatisches infinite game 1 , mir fiel aber sofort etwas anderes ein: das kapitalistische Wirtschaftssystem, besonders in seiner neoliberalen Ausprägung, denn letztlich besteht dieses doch nur aus einer unüberschaubaren Vielfalt von endlichen Spielen, also solchen, die nur Gewinner und Verlierer kennen. 2  Jeder player will der master player werden, nachdem er auch den letzten Konkurrenten eliminiert hat.

Aber genau dann (spätestens) endet ja jegliche Möglichkeit, überhaupt zu spielen! Komisch, jeder ernsthafte player in einem endlichen Spiel scheint permanent darauf hinzuarbeiten, nicht mehr spielen zu können bzw. müssen. Vielleicht liebt er am Ende gar nicht das Spielen, sondern nur das Gewinnen? Für den aktuellen US-Präsidenten trifft das ganz sicher zu.

Bessere Beispiele für unendliche Spiele scheinen mir Kreativität und/oder Erotik zu sein. Auch hier kommt man natürlich nicht ohne Ziele (Werke bzw. Lustempfinden) aus, aber wer sich allzu stark auf diese fixiert, verkrampft bzw. erstarrt. Es entstehen dann Phänomene wie der Kunstmarkt oder Pornografie 3 .

Für Nicht-MusikerInnen ist es immer wieder irritierend, dass es improvisierende MusikerInnen, wie auf diesem Plattencover besonders schön zu sehen, vermeiden, sich während der Arbeit anzusehen. Der Grund ist ganz einfach: Die interpersonale musikalische Koordination in einem solchen Setting soll ausschließlich über das Ohr erfolgen. Mit „Autismus“ hat das also nichts zu tun.

Ich habe den enormen Makro-Prozess des „Sprachspielens“ hier schon des Öfteren mit den Mikro-Prozessen innerhalb einer non-idiomatischen musikalischen Gruppenimprovisation verglichen, in der alle MusikerInnen über eine Mehrzahl finiter musikalischer Idiome (Jazz-Improvisation, freie Improvisation, Reproduktion klassischer Kompositionen, Live-Elektronik, Arbeit mit Samples, DJing) verfügen, während des Improvisierens aber in der Lage sind, diese Idiome an die jeweils aktuellen musikalischen Erfordernisse anzupassen. (Das klingt esoterischer als es gemeint ist, denn im Alltag verfügt der moderne Mensch ja auch wie selbstverständlich über eine Mehrzahl finiter Idiome. Mit einem Polizisten spreche ich anders als mit meinem besten Freund, in einem persönlichen E-Mail schreibe ich anders als im Blog etc. LinguistInnen nennen das Code switching.) Von Außen hört man dann im Idealfall einem infinite game beim Werden und Vergehen zu, das erst endet, wenn auch die letzte Musikerin erschöpft vom Schemel kippt.

Kreative Kräfte um den charismatischen Gitarristen Derek Bailey bemühten sich seit den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts um non-idiomatische Improvisation, was später manchmal Free Jazz genannt wurde. Improvised Music oder auch (siehe Bild) Spontaneous Music trifft es aber viel besser, denn Free Jazz suggeriert unglücklicherweise Regellosigkeit bzw. Anomie. Das Gegenteil aber ist der Fall, wie ich soeben zu zeigen versuchte.

Natürlich hatten sowohl der eigentliche, also meist afro-amerikanische, Free Jazz, als auch die, meist weiße mitteleuropäische, Improvised Music, Aspekte des Anomischen, die in den anti-autoritären Zeitgeist dieser Epoche „passten“ – aber das ist nicht das, was mich im Jahr 2019 an diesen Arbeiten fasziniert. Denn hört man genauer hin und folgt der Logik des nur oberfläch chaotischen musikalischen Geschehens, wird rasch klar, dass niemand stärker einem komplexen Satz impliziter und expliziter musikalischer und gelegentlich auch außermusikalischer (z. B. konzeptueller) Regeln folgt als „frei“ improvisierende MusikerInnen. Let’s make the rules as we go along, it’s all in the game!


 

1 Ein etwas unglückliches Beispiel, wie ich finde, haben Religionen doch die Tendenz, sich gegenseitig zu finalisieren.

 

2 Natürlich ist auch Schach ein typisches finite game. Gruß an k&g an dieser Stelle!

 

3 Beide haben ihren Sinn und Zweck, sind aber nicht in der Lage, aus eigener Kraft das hervorzubringen, von dem sie permanent zehren. Ohne das unendliche Spiel der Kreativität kein Kunstmarkt und ohne das unendliche Spiel der Erotik keine Pornografie. Kunstmarkt wie Pornografie führen in diesem Sinn eine lupenrein parasitäre Existenz.
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Auerbach über Wittgensteins Spätphilosophie als Heilmittel gegen die Zumutungen der Dekonstruktion

Unlike the parlor tricks of the deconstructionists who bloviate about différance and traces, there clearly are rules that shouldn’t be broken and clearly ways of speaking that are blatantly incorrect, even if they change over time and admit to flexible interpretations even on a daily basis.

David Auerbach: The Limits of Language (Artikel auf slate.com vom 1. September 2015)

Wie Wittgensteins „philosophische Therapie“ in der Praxis versagt hätte, …

… zeigt sehr anschaulich dieser wunderbare Comic von Corey Mohler (für höhere Auflösung auf das Bild klicken):

I

therapy1

II

therapy2

Gottseidank hat Wittgenstein nach meinem Kenntnisstand niemals derartige „Therapien“ praktiziert. Den Ausspruch, seine Art der Philosophie habe eine „therapeutische Funktion“, hat er aber wirklich getan – und er war keinesfalls ironisch gemeint.

Wittgenstein in 10 Minuten

L.W.Rupert Read hat bereits am 26. April einen gut lesbaren Mini-Essay (auf Englisch) über die Philosophie des Österreichers verfasst, den ich der Leserin der Weltsicht nicht vorenthalten will. L.W. kommt darin vor allem als „Anti-Philosoph“ zur Geltung (was nicht falsch ist), dessen Texte eigentlich nur dann fruchtbar gemacht werden können, wenn man sie gegen die Absichten ihres Urhebers liest (vielleicht war L.W. auch nur der neurotischste Philosoph aller Zeiten):

Rupert Read: Wittgenstein in 800 Words (2015)

Wer über Wittgensteins Philosophie immer nur Fragmentarisches und Anekdotisches zu Ohren bekommt (und das ist der Normalfall), ist mit Reads Synopse ganz gut bedient. Auch philosophie-unerfahrene LeserInnen dürften so rasch herausbekommen, ob sie diese Art, zu denken, nachhaltiger interessiert oder eher abstößt.

Meinen eigenen Gedanken zu Wittgenstein finden sich hier und hier.

Ordinary Language Philosophy mit Jonathan Miller und John Cleese

Interessanterweise scheint das englische Publikum die Anspielungen auf die unter Ludwig Wittgensteins Einfluss entstandene Ordinary Language Philosophy der 1940er Jahre noch 1977 ganz gut verstanden zu haben – obwohl natürlich ohne die exaltierte Körpersprache von Cleese und Miller das Ganze nur halb so lustig wäre. Ob für das deutsche Kabarettpublikum im Jahr 2015 ein derartiger Sketch (trotz der ungebrochenen Popularität von Monty Python) auch nur im Mindesten verständlich wäre, ist die Frage. Die Aufzeichnung ist übrigens gekürzt, eine ungekürzte Version aus den 1960er Jahren (ohne Cleese und leider nicht ganz so lustig) findet sich hier:

Gesucht: Comedians, die – auf diesem Niveau – einen Sketch zum Thema „Derrida und Deleuze diskutieren Differenz“ hinkriegen.

Ludwig Wittgenstein und die Musik

Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951)
Ludwig Wittgenstein (1889 – 1951)

Eben habe ich auf meiner Homepage einen kleinen Essay namens Vom rhythmischen Aneinanderreiben der Vorderzähne publiziert, der dem Verhältnis des Philosophen zur Musik nachspürt. Eine PDF-Version mit allen Quellenangaben gibt’s auch. Kostprobe gefällig? Bitte:

Das Musikhören sowie das ausgiebige Pfeifen von Musikstücken spielten im Leben des Philosophen Ludwig Wittgenstein (1889 – 1951) eine gewichtige Rolle. Bis in die Wolle gefärbt durch seine Kindheit und Jugend in der kunstliebenden und -fördernden Wiener Oberschicht des frühen 20. Jahrhunderts, hat er sich zeitlebens jedoch ausschließlich mit der Musik einer Handvoll mitteleuropäischer Kunstmusik-Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts beschäftigt: Beethoven, Brahms, Bruckner, Mahler, Mendelssohn, Mozart, Schubert und Wagner. Darüber hinaus findet nur die Musik Josef Labors, des blinden „Hausorganisten“ der Familie Wittgenstein und Klavierlehrers Arnold Schönbergs, ab und zu in seinen Texten Erwähnung.

Wittgensteins Musikgeschmack scheint sich niemals weiterentwickelt zu haben. Ich kenne keine Stelle in seinen Texten, die sich mit Schönberg, Berg oder gar Webern (mit dem er ja, was die erratische Ausdrucksweise betrifft, manchmal verglichen wird) beschäftigt. Dass Wittgenstein als gebildetem Wiener seines Jahrgangs aber die „Zweite Wiener Schule“ oder die Musik etwa Igor Strawinskis komplett unbekannt geblieben ist, ist sehr unwahrscheinlich. Muss man ihn deshalb einen Ignoranten nennen? Gar einen Reaktionär, der die musikalische Ästhetik der klassischen Moderne ablehnte und stattdessen in der klassisch-romantischen Tradition steckenblieb?

Zunächst sieht das einmal wirklich so aus. Betrachtet man aber einmal genauer, was Wittgenstein in seinen, hauptsächlich in den 1930er und 1940er Jahren verfassten, „Vermischten Bemerkungen“ über Musik, oder, besser, über das „Verstehen“ von Musik, zu sagen hatte, wandelt sich dieses Bild: «Die Menschen heute glauben, die Wissenschaftler seien da, sie zu belehren, die Dichter und Musiker etc., sie zu erfreuen. Dass diese etwas zu lehren haben; kommt ihnen nicht in den Sinn.» Musikhören war also für Wittgenstein ganz selbstverständlich auch ein Mittel der Erkenntnis. Und der Logiker in ihm versuchte beharrlich, die Eigenart seines „Verstehens“ von Musik in Worte zu fassen – bis zu einem bestimmten Punkt. Eine intellektuelle Analyse und Einordnung des Gehörten, etwa im Sinne des 14 Jahre jüngeren Theodor W. Adorno, vermied er nämlich. Was jedoch nicht heißt, dass Wittgenstein lediglich ein oberflächlicher Genusshörer war – dafür sind seine Gedanken über musikalische Erfahrung dann doch zu gewichtig. Wittgenstein macht aus seiner ausschließlichen Vorliebe für die klassisch-romantische Tradition jedoch kein Dogma. «… manche Musik möchten wir eine Sprache nennen; manche Musik aber gewiß nicht. (Nicht, daß damit ein Werturteil gefällt sein muß!)».