Spinoza, Gott & die Welt (6 von 6)

Spinoza remains confident that there is a complete way of conceiving a particular finite object in relation to all others, but it is unlikely that we will ever be able to psychologically grasp such complete and necessitating concepts.

Samuel Newlands: Spinoza’s Modal Metaphysics | plato.stanford.edu 2018-09-14

Das totale Wissen ist im Prinzip möglich, aber aus psychologischen Gründen (Erschöpfung!) höchst unwahrscheinlich.

4 Kommentare zu „Spinoza, Gott & die Welt (6 von 6)

  1. @k&g: Gute Frage! Das Problem bei Spinoza (und natürlich bei allen „systemischen“ Philosophen) ist, dass er seine Semantik auf sein System feingetunt hat. Systemimmanent ergibt das dann alles enormen Sinn, aber ob dabei eine auch heute gültige Definition von „etwas begreifen“ herauskommt, vermag ich freilich nicht zu sagen. Wichtig an diesem Spinoza-Diktum ist mir, dass er auf jeden Fall von einer prinzipiellen Begreifbarkeit finiter Objekte ausging („Und was versteht er unter einem finiten Objekt?“, könntest du dann natürlich fragen…), er also von der prinzipiellen Erschöpflichkeit rationaler Beschreibungen ausging – und das ist nun mal bis heute die Grundlage jeglicher Wissenschaftstheorie (und einer der Hauptgegensätze zu allen theologischen oder auch hermeneutischen Weltsichten, die ja stets von der „Unerschöpflichkeit“ Gottes bzw. des Verstehens sprechen.)

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